Film

Das "Knockin'"-Team dreht "Auf Herz und Nieren'

01.01.1970 01:00 • von

Koproduzent und Verleih will den Film im Herbst 2001 in die Kinos bringen. Wie bei "Knockin' On Heavens Door" steht auch bei "Auf Herz und Nieren" eine Männerfreundschaft im Mittelpunkt: Vier Freunde (, , und ) wollen einen Drogenboss übers Ohr hauen. Als ihr Plan schiefgeht, müssen sie in kürzester Zeit eine Million Mark beschaffen. Doch ihre Idee, über Organhandel zu Geld zu kommen, ist nicht so einfach umzusetzen.

Bei den Förderungen stieß "Auf Herz und Nieren" auf wenig Gegenliebe. Nur der (eine Mio. Mark) und die (750.000 Mark) haben die Produktion von Schweigers , einer Tochter der Senator Entertainment AG, unterstützt. "Uns hat die Geschichte um Freundschaft und Solidarität gleich gefallen", betont Filmförderung-Hamburg-GF . Von den geplanten 7,9 Mio. musste das Budget auf 6,1 Mio. Mark abgespeckt werden, darin sind auch Referenzmittel aus "" und BKM-Mittel aus "Knockin'" enthalten. "Trotzdem haben wir eher Szenen dazugeschrieben als gestrichen. Wir verdienen jetzt nur nichts mehr an dem Film", erklärt Til Schweiger. Zunächst sei geplant gewesen, digital zu drehen: "Wir haben Tests mit allen gängigen Kameras gemacht, es aber dann doch gelassen. Die digitale Technik ist noch nicht so weit, vor allem was Tiefenschärfe und Brennweiten angeht. An die 24p wären wir gar nicht herangekommen, alle verfügbaren Exemplare waren bereits vergeben", so Schweiger. Im Januar trat er an Thomas Jahn wegen der Regie heran: "Es ist ein Wiederaufleben, ein Comeback unserer Zusammenarbeit bei,Knockin'". Jahn sieht das Projekt als seine "zweite Chance": "Es ist ein hartes Business. Nach meinem Flop, ' habe ich keine Angebote mehr bekommen. Ich habe Werbespots gedreht, habe versucht, meine Drehbücher unterzubringen, aber das war nicht möglich. Das ist eine harte Erfahrung gewesen", resümiert er. "Ich bin froh über diese Chance und weiß, dass Til und ich gemeinsam große Power entwickeln können und das auch hier tun werden." Die Besetzung der Hauptfiguren habe zu diesem Zeitpunkt z.T. schon festgestanden. "Als Til mir das Projekt anbot, sagte er, ich habe schon drei Schauspieler gecastet, wenn du etwas ändern möchtest - du bist der Regisseur. Ich habe gesagt - und das ist ein Beweis dafür, wie gut wir zusammenarbeiten können -, das übernehmen wir so", so Jahn.

Seit dem 10. Oktober wird 25 Tage in Hamburg gedreht, im Schlachthof, in der Speicherstadt und auf der Rethebrücke, die vier Tage für einen Stunt gesperrt wurde. In München dreht man auf dem Flughafen und im Studio; in Rom werden vor dem Petersdom die Eingangsszenen aufgenommen. "Wir machen einen aufwändigen Film mit einem engen Budget und müssen einfach sehr improvisationsfreudig sein. Wenn wir uns ein Motiv nicht so leisten können, wie geplant, finden Herstellungsleiter Ralf Zimmermann und ich eben eine andere, genauso gute Lösung", so Jahn.