Kino

"Mutter" mit Hessischem Filmpreis geehrt

Carolin Schmitz' "Mutter" wurde gestern als bester Dokumentarfilm bei der auf drei Abende aufgeteilten Vergabe des Hessischen Film- und Kinopreises ausgezeichnet.

25.11.2022 09:15 • von Heike Angermaier
"Mutter" wurde in Kassel ausgezeichnet (Bild: mindjazz)

Carolin Schmitz' "Mutter" wurde gestern als bester Dokumentarfilm bei der auf drei Abende aufgeteilten Vergabe des Hessischen Film- und Kinopreises ausgezeichnet. Die Jury beschreibt den ungewöhnlichen Film als "eine Verschmelzung vom dokumentarischen Erzählen des Mutterseins mit der fiktionalen Darstellung des Alltags einer Frau. In dem die Regisseurin und ihre Hauptdarstellerin auf sensible aber auch trockene Art, Wäsche waschen, Essen, Baden, Tanzen, Stricken, Putzen, Freizeit und Sport bebildern, können wir den Stimmen der Mütter lauschen und tief in Schicksale eindringen, bei denen es meist nicht schwer ist, Parallelen zum eigenen Leben herzustellen und zu hinterfragen." Für das Drehbuch prämiert wurde außerdem Agnieszka Piwowarska für Vor Marie", laut Jury "ein vielschichtiges Porträt von zwei unterschiedlichen Frauen, die auf der Suche nach ihrer Identität und nach Halt im Leben sind".

"Corona ist in der Film- und Kino-Welt und in der Veranstaltungsbranche noch nicht vorbei; zusätzlich stehen sie durch die Preissteigerungen vor allem für Energie vor großen Herausforderungen. Auch deshalb wollen wir in diesem Jahr mit dem Film- und Kinopreis besondere Aufmerksamkeit auf die so wichtige Arbeit der Kinos in Hessen lenken", erklärte Ayse Asar, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur gestrigen Vergabe der Kinopreise, die bereits vorab bekannt gegeben worden waren. Ausgezeichnet wurde u.a. das Bali-Kino in Kassel, wo gestern die Verleihung stattfand. Heute Abend wird im Eldorado in Frankfurt der Beste Spielfilm gekürt und Lea Drinda als beste Schauspielerin geehrt.