TV

Einschaltquoten: "Flensburg-Krimi" siegt gegen Fußball-WM

Mit Brasilien gegen Serbien knackte zwar die erste Fußball-WM-Partie jenseits des Deutschlandspiels am Donnerstagabend die Fünf-Millionen-Zuschauermarke. Aber das klar erfolgreichste Programm war der "Flensburg-Krimi" in der ARD.

25.11.2022 08:37 • von Michael Müller
Eugene Boateng (l.) und Katharina Schlothauer im "Flensburg-Krimi" (Bild: WDR/NDR/ARD Degeto/Christine Schroeder)

Die Frage am Donnerstag war, ob die sportliche Blamage der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Japan eventuell auch einen Einfluss auf die insgesamt bislang enttäuschenden Einschaltquoten der anderen WM-Spiele haben würde. Immerhin kann man für den Donnerstagabend reklamieren, dass mit der 20-Uhr-Partie zwischen Rekordweltmeister Brasilien und Serbien im ZDF die Fünf-Millionen-Zuschauerhürde knapp übersprungen wurde. Es waren genau 5,02 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer im Durchschnitt.

Aber in der ARD kam der "Flensburg-Krimi: Der Tote am Strand" von Filmpool Fiction zur besten Sendezeit auf 5,90 Millionen Zuschauende und war damit das erfolgreichste Programm des Tages. Der Marktanteil betrug für die Wiederholung 22,3 Prozent. Das Brasilien-Spiel hatte 19,1 Prozent. Portugal gegen Ghana um 17 Uhr sahen 3,68 Millionen Zuschauende, Uruguay gegen Südkorea um 14 Uhr 2,27 Millionen Zuschauende.

Bei den Jüngeren war allerdings Brasilien gegen Serbien zur Primetime am meisten gefragt mit einem Zielgruppen-Marktanteil von 24,7 Prozent. Gut mithielt das spontan programmierte RTL-Spezial von Stern TV, "Inside Supermarkt", das um 20.15 Uhr auf sehr ordentliche 12,7 Prozent kam. Ursprünglich sollte da mal das Format "Unvergessen" laufen, das auf RTL-Show-Klassiker zurückblicken wollte. Vox hatte in der Spätschiene mit dem Hollywoodfilm "Men in Black 2" das richtige Händchen, der auf 11,4 Prozent um 22.15 Uhr bei den 14- bis 49-Jährigen kam. Den ersten Teil um 20.15 Uhr gegen Fußball wollten dagegen weniger junge Menschen schauen. Die neueste Folge "Promi Big Brother" auf Sat1 steht bei 10,1 Prozent.