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"You Won't Be Alone" gewinnt in Mannheim-Heidelberg

Das Drama "You Won't Be Alone" des australischen Regisseurs Goran Stolevski gewann den Newcomer Award, den Hauptpreis des 71. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg. Dreifach gewürdigt wurde "The Maiden".

25.11.2022 08:27 • von Heike Angermaier
"You Won't Be Alone" gewinnt Hauptpreis (Bild: Focus)

Das Drama You Won't Be Alone" des australischen Regisseurs Goran Stolevski gewann den mit 30.000 Euro dotierten Hauptpreis des 71. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg, den Newcomer Award. Die internationale Jury würdigt das Drama mit Horrorelementen um eine Heyxe, das bereits in Sitges und Palm Springs ausgezeichnet wurde, als einen zutiefst humanen Film, "der die Grenzen des Kinos erweitert. Durch die Neuerzählung eines Mythos konfrontiert er uns auf unerwartete Weise mit grundlegenden Fragen von Gender und Identität". Eine lobende Erwähnung erhielt "Lobo e Cão" von Cláudia Varejão. Für das beste Drehbuch wurden Youssef Chebbi und François-Michel Allegrini für "Ashkal" mit dem Rainer Werner Fassbinder Award ausgezeichnet. Das Drama kreiere aus dem Bild eines Arbeiters, der sich für die Freiheit in Tunesien selbst anzündete, eine kinematografische Metapher, so die Jury. Chebbi führte auch Regie. Der kanadische Filmemacher Graham Foy wurde lobend erwähnt für sein Drehbuch zum Indie um drei herumstreifenden, junge Menschen "The Maiden". Das Drama erhielt auch den Preis der FIPRESCI-Jury und den Student Award. Die ökumenische Jury kürte den ukrainisch-israelischen Film "Valeria Mithatenet" ("Valeria is Getting Married") von Michal Vinik zum besten Titel und sprach "Al-Sadd" ("The Dam") von Ali Cherri eine lobende Erwähnung aus.

Festivaldirektor Sascha Keilholz dankte den Juries, "die sich mit Leidenschaft und Esprit den unterschiedlichen Filmen, Ansätzen und Energien gewidmet haben", zu denen u.a. Christoph Bach, Antoinette Boulat und Mohsen Makhmalbaf gehörten, die über den Newcomer Award entschieden. Die 16 zur Diskussion einladenden Wettbewerbsfilme von Nachwuchsfilmemachern sind noch die nächsten drei Tage zu sehen.

Im Rahmen der Preisverleihung im Luxor Filmpalast in Heidelberg wurde auch der Siegfried Kracauer Preis für die beste Filmkritik an David Hugendick, Literaturredakteur bei Zeit online, für seine Besprechung von "Top Gun: Maverick" ausgezeichnet. Ein Stipendium erhielt die Filmwissenschaftlerin, Publizisten und Soziologin Morticia Zschiesche für ihre Essayreihe "Rückkehr zum Publikum: Das Comeback der Wanderkinos".