Kino

Neunte Ausgabe der School of Film Advancement wieder in Präsenz abgehalten

Bis zum 30. September konnte in Warschau nach zwei virtuellen Ausgaben das europäische Weiterbildungsprogramm School of Film Advancement wieder live abgehalten werden. Ziel von SOFA ist es, die regionale Filmindustrie in Europa mit Schwerpunkt auf östliche Partnerschaften zu stärken.

07.10.2022 14:24 • von Jochen Müller
Die Workshop-Teilnehmer in Warschau, in der Mitte: SOFA-Gründer Niki Nikotin (Bild: SOFA)

16 Projekte wurden in der 9. Edition des von Niki Nikitin 2013 ins Leben gerufenen Trainingsprogramms vorgestellt. Unter den 20 Teilnehmern waren Kulturmanager aus der Film/AV-Industrie sowie Kuratoren aus 17 Ländern: Ukraine, Weißrussland, Polen, Tschechische Republik, Georgien, Aserbaidschan, Bulgarien, Kroatien, Ungarn, Montenegro, Nordmazedonien, Litauen, Bulgarien, Dänemark, Bangladesch, Schweiz und Deutschland.

Ein Teilnehmer aus dem letzten Jahr, Willy Rollé, konnte inzwischen von Stuttgart aus erfolgreich sein Projekt "TAVMA Watch Party" starten. In diesem Jahr präsentierte aus Deutschland Anja Mayer ein Projekt für den Erhalt und Vertrieb indigenen Filmerbes. Ihr Mentor ist Frieder Schlaich, Gründer der Filmgalerie 451, die das filmische Erbe Christoph Schlingensiefs verwaltet. Für das tschechische Projekt war Jürgen Fleger - Deutschlandweit einziger blinder Apple Bildungsmentor - ab Bord, der auch Schulungen in Weiterbildungseinrichtungen für Blinde durchführt.

Neben zahlreichen internationalen Filmexperten, die in der Vergangenheit bereits SOFA unterstützten, konnten als deutsche Mentoren u. a. Marion Döring, Fatima Djoumer, Matthijs Wouter Knol, Sonja Heinen, Peter Rommel und Claudia Dillmann gewonnen werden.

Der zweite Workshop in diesem Jahr wird vom 29. November bis 2. Dezember online stattfinden.

Marga Boehle