Kino

Kinomonat September in Frankreich so schwach wie (fast) nie

Nach jetzt vom CNC bekannt gegebenen Zahlen war der September der schlechteste Kinomonat in Frankreich seit Beginn der Datenerhebung - klammert man das Coronajahr 2020 aus.

05.10.2022 15:09 • von Jochen Müller
Erfolgreichster Film des Monats September in Frankreich: der heimische Thriller "Kompromat" (Bild: SND)

Mit 7,4 Mio. Besuchern war der September der schwächste Kinomonat in Frankreich seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1980; das berichtet Screendaily unter Berufung auf vom Centre National du Cinéma et de l'Image Animée (CNC) veröffentlichte Zahlen. Gegenüber dem September 2021 entspricht dies einem Minus von 20,7 Prozent, gegenüber dem September des Vor-Pandemiejahres 2019 beträgt das Minus gar 34,2 Prozent.

Erfolgreichster Film des Monats war Jerome Salles Thriller Kompromat", der neben dem Re-Release von Avatar - Aufbruch nach Pandora" der einzige Film mit mehr als einer halben Mio. Besucher war; am vergangenen Wochenende belegte er Platz neun der Kinocharts und steht aktuell bei 538.000 Besucher, während es Spitzenreiter "Avatar" auf insgesamt 535.000 Besucher bringt.

Insgesamt waren im September 2022 in den französischen Kinos 54 Filme gestartet, davon nur fünf US-Filme - fünf weniger als im September 2021.

Auffällig war, dass es Filme gab, die gut gestartet waren, aber dann doch stark abfielen, wie beispielsweise Olivia Wildes Don't Worry Darling", der mit 126.000 Besuchern auf Platz drei gestartet war, an seinem zweiten Wochenende aber rund 38 Prozent einbüßte und auf Platz sieben abrutschte.

Aber es gibt auch positive Nachrichten. So bescherte der Venedig-Titel Les enfants des autres" bei seinem Start nicht nur Regisseurin Rebecca Zlotowski das beste Startergebnis ihrer Karriere, sondern Verleih Ad Vitam auch das beste Startergebnis in der Firmengeschichte.

Insgesamt wurden in den französischen Kinos in den ersten neun Monaten des Jahres 105 Mio. Tickets verkauft, 30,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vor-Corona-Jahres 2019 und 29,1 Prozent weniger als im Durchschnitt im gleichen Zeitraum der Jahre 2017 bis 2019.