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RTL Group entscheidet sich gegen Verkauf von Groupe M6

RTL-Group-CEO Thomas Rabe hat seine Entscheidung gefällt: Die Aktienanteile an der Groupe M6 in Frankreich werden nicht verkauft. Stattdessen wartet man lieber auf einen passenderen Moment der Marktkonsolidierung.

03.10.2022 19:12 • von Michael Müller
Bertelsmann- und RTL-Group-CEO Thomas Rabe hat sich entschieden (Bild: Bertelsmann)

Die RTL Group hat am Montagabend bekannt gegeben, seine Anteile an der französischen Groupe M6 zu behalten. Die Entscheidung sei gefallen, nachdem das Unternehmen verschiedene lukrative Angebote für seine 48,3 Prozent Aktienanteile erhielt, sich dann letztlich aber doch aus strategischen Gründen dafür entschied, nicht zu verkaufen.

RTL-Group-CEO Thomas Rabe kommentiert: "Die RTL Group ist seit 35 Jahre Aktionär der Groupe M6, das eines der am besten geführten TV-Unternehmen in Europa mit einem exzellenten Management-Team ist, angeführt von CEO Nicolas de Tavernost. Im Jahr 2021 erreichte Groupe M6 ein Rekordergebnis. Wir werden mit unserer Strategie weitermachen, nationale Champions zu bauen, die mit den US-Plattformen mithalten können."

Der eigentliche Plan der RTL Group war eine Fusion zwischen M6 und TF1, bei der aber die französische Kartellbehörde Bedenken anmeldete. Auf das Angebot, seine Anteile zu verkaufen, reagierten diverse Medienunternehmen, unter anderem Media for Europe und Banijay. Laut der Mitteilung am Montag hätte der Verkauf der Aktienanteile von M6 jetzt ein schlechtes Timing, weil kommendes Jahr die Lizenzerneuerung ansteht und das Zeitfenster für einen Verkauf zu klein sei. Die RTL Group glaubt viel mehr weiter an eine Marktkonsolidierung, bei der Groupe M6 dann eine Schlüsselrolle spielen werde.