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18. ZFF: "Los reyes del mundo" gewinnt Spielfilmwettbewerb

Beim 18. Zurich Film Festival stehen vor allem Filme von Regisseurinnen auf der Gewinnerliste - auch wurden viele Schweizer Produktionen bedacht. Den Spielfilmwettbewerb gewann allerdings "Los reyes del mundo", der bereits in San Sebastian erfolgreich war. "Lucy ist jetzt Gangster" von Till Endemann überzeugte die Kinderjury.

02.10.2022 08:24 • von Barbara Schuster
"Cascadeuses" gewann den Fokus-Wettbewerb des 18. ZFF (Bild: ZFF)

"Los reyes del mundo" von Laura Mora hat das Goldene Auge des Spielfilmwettbewerbs des 18. Zurich Film Festivalgewonnen. Die kolumbianische Produktion wurde zuvor in San Sebastian mit der Goldenen Muschel geehrt. Lora setzt die kolumbianische Natur in ihrem Film eindrücklich in Szene und erzählt in atemberaubenden Bildern und mystischen Traumsequenzen von der Suche fünf streunender Taugenichtse nach Glück und Gerechtigkeit. Den Fokus-Wettbewerb für erste, zweite oder dritte Filme aus der Schweiz, Deutschland und Österreich gewann die schweizerisch-französische Dokumentarfilmproduktion Cascadeuses" von Elena Avdija. Das Debüt beleuchtet den Alltag dreier professioneller Stuntfrauen und hinterfragt, wie Kino und Fernsehen die Verteilung von Rollen und Gewalt auf der Leinwand darstellen. Das Goldene Auge im Dokumentarfilmwettbewerb ging an den amerikanischen Film "Sam Now" von Reed Harkness.

Auch eine deutsche Produktion kam zum Zuge: Lucy ist jetzt Gangster" von Till Endemann wurde in der ZFF für Kinder-Reihe mit dem Jurypreis ausgezeichnet. Das Publikum votierte für Laura Kaehrs Schweizer Dokumentarfilm "Becoming Julia" über eine Ballerina zwischen Muttersein und Tanzkunst. "Foudre" von Carmen Jaquier gewann gleich dreifach, den Emerging Swiss Talent Award, den Filmpreis der Zürcher Kirchen und eine Besondere Erwähnung als Beitrag aus dem Fokus-Wettbewerb.

Im Rahmen der Preisgala sagte Festivalleiter Christian Jungen: "Erfreulich sind die stark steigenden Eintrittszahlen bei den Wettbewerbsfilmen. Das zeigt, dass das Publikum neugierig ist und Lust hat, neue Talente zu entdecken. Es zeigt, dass das Autorenkino lebt."