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Degeto zeigt in Hamburg ihr "Filmherz"

Im Rahmen der festen Veranstaltungsreihe "Degeto Campus" präsentierte die ARD-Tochter auf dem Filmfest Hamburg neue Produktionen und ihre in der Hansestadt aufgeführten Produktionen und Koproduktionen.

30.09.2022 15:58 • von Frank Heine
Gabriela Sperl, Christoph Pellander, Ella Lee, Jan Georg Schütte, Tanja Wedhorn, Kida Ramadan und Johann von Bülow beim Degeto Campus (Bild: Georg Wendt/ARD Degeto)

Wie bereits auf dem Filmfest München veranstaltete die Degeto auch auf dem diesjährigen Filmfest Hamburg einen "Degeto Campus" und nutzte die Veranstaltung, um die Produktionen, mit denen die ARD-Tochter und ihre Partner in Hamburg vertreten sind, vorzustellen. Darüber hinaus gab es Einblicke in bevorstehende Programm-Highlights, die sich noch im Entstehen befinden und die Ankündigung des neuen Serienprojekts "Notes of Germany". Zudem waren Absolventen der Hamburg Media School aus den Gewerken Produktion, Drehbuch und Regie, eingeladen, die im Anschluss an den Campus sich mit den anwesenden Kreativen vernetzen konnten.

"Das Filmherz schlägt lebendig bei der Degeto", versprach Geschäftsführer Thomas Schreiber, der mit Redaktionsleiter Christoph Pellander durch die Porgrammpräsentation führte, den zahlreich anwesenden Filmschaffenden und Branchenvertretern. Den großen Worten folgten Taten, in Form von Einblicken in die zweite Staffel der Improserie Kranitz - Bei Trennung Geld zurück" (Florida Film/ Degeto, NDR) in der Regisseur und Autor Jan Georg Schütte wieder den unkonventionellen Paartherapeuten Klaus Kranitz spielt und die noch im Herbst in die Mediathek des Senderverbunds Einzug hält.

In Postproduktion befindet sich die fünfteilige Gefängnisserie "Asbest" unter der Regie von Kida Ramadan (Pantaleon Films, ARD Degeto), die Anfang 2023 ebenfalls exklusiv in der Mediathek zu sehen sein wird. Juri Sternburg schrieb hier die Drehbücher nach einer Idee von Katja Eichinger. Zudem gab es Einblick in die deutsch-norwegische Thrillerserie Die Saat" (AT), die von Odeon Fiction, Degeto, NRK und MIA Film für die ARD koproduziert wird. Die Drehbücher zu der sechsteiligen Serie stammen von Christian Jeltsch und Axel Hellstenius und wurden von Alexander Dierbach inszeniert. Mitten im Dreh befindet sich die Miniseri "Herrhausen - Herr des Geldes" über den im November 1989 bei einem Attentat ums Leben gekommenen Chef der Deutschen Bank (wir berichteten).

"Das Hamburger Filmfest und der Degeto Campus - eine ideale Kombination für einen Einblick in die Werkstätten und die Begegnung mit den herausragenden Kreativen vor und hinter der Kamera, mit denen wir arbeiten dürfen. Wir sind stolz auf die Genrevielfalt der ARD Degeto, die wir dieses Jahr wieder einmal präsentieren können. Ganz besonders aber freue ich mich, dass der Nachwuchs der Branche vor Ort war - Gratulation an die Absolvent*innen der Hamburger Media School zur bestandenen Abschlussprüfung! Wir freuen uns auf gemeinsame Projekte", sagte Thomas Schreiber in seinen einführenden Worten.

Sechs mit Degeto-Beteiligung entstandene Filme und Serien (jeweils drei) laufen auf dem diesjähigen 30. Filmfest Hamburg. Darunter der heutige Eröffnungsfilm der Televisionen-Reihe, die Familienkomödie "Klimaretten für Anfänger" um eine junge Klimaaktivistin mit Ella Lee, Tanja Wedhorn und Götz Schubert. Chancen auf den Produzentenpreis der VFF eröffnen sich außerdem der von Schiwago Film produzierten Familiengeschichte "Einfach Nina" über ein lebenslustiges 8-jähriges Mädchen, dass aber im Körper eines Jungen geboren wurde, außerdem dem Eventdrama "Das Wunder von Kapstadt" (Producers at Work, MIA Film) über die erste Herztransplantation in den sechziger Jahren.

Der sechsteiligen Dramedy "Lamia" von Turbokultur, die noch im Sommer auf dem Degeto-Campus beim Filmfest München präsentiert wurde, eröffnet sich nun die Chance auf der Serienpreis der VFF. In der für die Mediathek produzierten Serie spielt Amel Charif in der Titelrolle eine junge Deutsch-Algerierin. Weitere Serienpreis-Kandidaten sind "Ein Schritt zum Abgrund" von ITV Studios Germany, die Minserie basiert auf dem BBC-Format Doctor Foster" und erzählt von einer Ehehölle mit Petra Schmidt-Schaller, Florian Stetter, Johann von Bülow und Anna Loos in den Hauptrollen. Als dritte im Serienbunde ist das #metoo-Drama "37 Sekunden" von Odeon Fiction mit von der Partie, in dem es um einen Vergewaltigungsvorwurf geht, der Emily Cox, und Jens Albinus in emotionale Extremsituationen führt.

Als Sondervorführung wird außerdem das Historiendrama "Martha Liebermann - Ein gestohlenes Leben" in Hamburg gezeigt. Die für die Degeto entstandene Ziegler Film-Produktion und Hauptdarstellerin Thekla Carola Wied wurden dafür bereits in Monte Carlo jeweils mit einer Goldenen Nymphe ausgezeichnet.