TV

Erste Angebote für Bertelsmanns Groupe M6 eingegangen

Der Medienmogul Stephane Courbit hat für Bertelsmanns Anteile an dem französischen Medienunternehmen M6 bisher offenbar das lukrativste Angebot gemacht, das bei einem Verkauf mehr als eine Milliarde Euro bedeuten würde.

26.09.2022 09:25 • von Michael Müller
Steht im medialen Auge des Interesses: die Groupe M6 (Bild: Groupe M6)

Die Investorengruppe um den Medienmogul Stephane Courbit soll laut der Wirtschaftsseite Bloomberg das bislang attraktivste Angebot für die von Bertelsmann ins Schaufenster gestellte Groupe M6 abgegeben haben. Bertelsmann besitzt über die RTL Group rund 48 Prozent an M6 und spielt seit der wegen der zu hohen kartellbehördlichen Auflagen gescheiterten Fusion mit TF1 mit dem Gedanken eines Verkaufs.

Demnach soll Courbit 20 Euro pro Aktie geboten haben, was etwa 39 Prozent über dem aktuellen Aktienwert liegt und Bertelsmann bei einem Verkauf um die 1,22 Milliarden Euro einbringen würde. Wobei diese Information nicht von Courbit selbst, sondern einer nicht genauer benannten Person kommt, die sich mit der Angelegenheit aber auskenne. Zur Investorengruppe um Courbit zählt auch der Schiffstycoon Rodolphe Saade und der Geschäftsmann Marc Ladreit de Lacharriere. Courbit ist Chairman der Banijay Group und ihm gehört das Medienunternehmen FL Entertainment, das hinter Formaten wie "Black Mirror" oder "Peaky Blinders" steht.

Vor Courbit gab laut Bloomberg bereits Media for Europe (MFE) von der Berlusconi-Familie ein Angebot für die Groupe M6 ab. Zudem soll der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky seinen Hut in den Ring geworfen haben. Entgegen erster Berichte ist Vivendi, denen zum Beispiel Canal+ gehört, bislang noch kein Bieter.