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Ralf Roggenbuck ist neuer Vorsitzender des rbb-Rundfunkrats

Das rbb-Kontrollgremium hat mit Ralf Roggenbuck einen neuen Vorsitzenden. Hauptberuflich ist er Staatsanwalt. Es gibt auch eine neue Stellvertreterin.

23.09.2022 07:55 • von Michael Müller
Anja-Christin Faber (l.) und Ralf Roggenbuck wurden gewählt (Bild: rbb)

Der Rundfunkrat des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hat am Donnerstag Ralf Roggenbuck zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Seine Vorgängerin Friederike von Kirchbach trat im August zurück, weil sie im Zuge der Patricia-Schlesinger-Affäre ohne eigene Verfehlungen den Weg für einen Neuanfang freimachen wollte.

Roggenbuck ist 57 Jahre alt und wurde vom Deutschen Beamtenbund Berlin und dem Deutschen Beamtenbund Brandenburg in den Rundfunkrat entsandt. Er ist hauptberuflich Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Potsdam. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wählte der Rundfunkrat Anja-Christin Faber (47), entsandt vom Landesfrauenrat Berlin e. V. und vom Frauenpolitischen Rat Brandenburg e. V. Faber ist seit 2019 Mitglied im rbb-Rundfunkrat.

"Es freut mich sehr, dass mir die Mitglieder des Rundfunkrates zutrauen, dieses schwierige Amt die verbleibenden fünf Monate auszuüben. Zuerst einmal gilt natürlich mein Dank meiner Vorgängerin Frau von Kirchbach, die die letzten Jahre den Rundfunkrat mit großem Engagement geleitet hat. Ich übernehme das Amt des Rundfunkratsvorsitzenden zu einem Zeitpunkt, an dem sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer schweren Krise befindet. Dem Rundfunkrat obliegt jetzt die Aufgabe, der neuen Interimsintendantin Frau Dr. Vernau zur Seite zu stehen und sie bei der Lösung der anstehenden, vielfältigen Probleme zu beraten und zu unterstützen", sagte Roggenbuck.

Neben der notwendigen Verschlankung der Leitungsebene gelte es, das Vertrauen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück zu gewinnen und den rbb zukunftsfähig aufzustellen. Zu der Zukunftsfähigkeit gehöre dabei auch, das Projekt Digitales Medienhaus auf den Prüfstand zu stellen. Zuvorderst gelte es aber die beiden Kontrollgremien zu stärken und neu aufzustellen. Der Rundfunkrat werde hierzu Vorschläge zur anstehenden Änderung des rbb-Staatsvertrags beraten und seine abschließende Stellungnahme an die beiden Länderparlamente weiterleiten.