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Fernsehpreis 22: "Der Pass" und "KaDeWe" siegen doppelt

Bei der von Blickpunkt:Film präsentierten "Nacht der Kreativen" wurden in elf Kategorien die ersten Deutschen Fernsehpreise 2022 verteilt - zwei Doppelsieger, ein deutsch-österreichisches Double und ein besonderer Heimsieg schrieben die Geschichten des Abends.

13.09.2022 20:14 • von Frank Heine
Die ersten elf Gewinnerinnen und Gewinner stehen fest (Bild: DFP)

Erstmals wird der Deutsche Fernsehpreis in diesem Jahr an zwei Abenden verliehen. In der "Nacht der Kreativen" fielen am heutigen Abend im Studio Ehrenfeld in Köln die Entscheidungen in elf Werkskategorien.

Großer Sieger des ersten Abends ist die Sky-Serie "Der Pass". Bereits 2020 mit Staffel eins zur beste Drama-Serie gekürt, war die Produktion von W&B Television und Epo Film mit der Fortsetzung bei der "Nacht der Kreativen" gleich wieder doppelt erfolgreich. Cyrill Boss und Philipp Stennert wurden für die beste Fiction-Regie ausgezeichnet, DoP Philip Peschlow für seine Kameraarbeit. Ein besonderes Kunststück vollbrachte das ZDF-Historiendrama "Die Wannseekonferenz", bzw. deren Autor Magnus Vattrodt, der stets gemeinsam mit Paul Mommertz, Autor der Verfilmung von 1984, genannt wird. Binnen drei Tagen gewann er zunächst bei der Romy in Wien und nun in Köln den Preis für das Beste Drehbuch.

Auf eine 100-prozentige Ausbeute kann nach dem ersten Abend, der zweite Doppelsieger, die bei vorangegangenen Preisverleihungen bislang gebeutelte Gemeinschaftsproduktion von Constantin und UFA, "Eldorado KaDeWe - Jetzt ist unsere Zeit", verweisen. Zweifach nominiert gewann der ARD-Mehrteiler die Preise für die beste Ausstattung durch Szenenbildnerin Petra Albert und für die beste Musik durch das Trio Inga Humpe, Tommi Eckart, Matthias Petsche. Dabei traten sowohl Constantin Television (bei Ausstattung gegen Der Palast") und UFA Fiction (bei der Musik gegen Faking Hitler") gegen Konkurrenz aus dem eigenen Hause an. Beim besten Schnitt in der Fiction-Kategorie entschied sich die Jury um Wolf Bauer für Friederike Weymar und ihre Arbeit an der Degeto/MDR-Thrillerserie Schneller als die Angst", einer Produktion der Kölner Rowboat. Großer Verlierer der "Nacht der Krrativen" war die Netflix-Serie The Billion Dollar Code", die dreifach nominiert, vergebens auf eine Auszeichnung hoffte, am morgigen Abend aber noch als beste Dramaserie im Rennen ist.

In der Unterhaltungs-Kategorie gelang dem "ZDF Magazin Royale"-Team um Jan Böhmermann beim Heimspiel im Studio Ehrenfeld die Titelverteidung für das beste Drehbuch. Etwas anders liegt der Fall bei Johannes Spieker, der für das dreifach nominierte Florida/ProSieben-Format "Wer stiehlt mir die Show?", den Regiepreis gewann. Auch er war schon 2021 nominiert, ging damals jedoch leer aus. Bei der Ausstattung musste sich "Wer stiehlt mir die Show?" indes geschlagen geben. Den Preis empfingen Envy Peru und Bambi Mercury für Make-Up und Kostüme der RTL-Show "Viva la Diva - Wer ist die Queen?" von UFA Show & Factual.

In der Kategorie Information wurden zwei Auszeichnungen vergeben. Hier war "Kevin Kühnert und die SPD" mit drei Nennungen Nominierungskönig. Katharina Schiele und Lucas Stratmann wurden für die beste Kamera auserwählt. Beim Schnitt musste sich die die NDR-Doku indes Janine Dauterich, Cutterin des von Film Five produzierten Netflix-Originals "Gladbeck" beugen. So ging der Streaming-Dienst bei der ersten "Nacht der Kreativen" doch nicht leer aus.

Die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises wird am morgigen Abend mit der vom ZDF übertragenen großen Gala fortgesetzt.