Kino

Romy 2022: Dreimal "Große Freiheit" - Platin für Kloiber

Nach der Vergabe der Publikums-Romys im Frühjahr wurden nun auch die Gewinnerinnen und Gewinner in den Fachkategorien des österreichischen Film- und Fernsehpreises bekannt gegeben.

12.09.2022 13:34 • von Frank Heine
"Die große Freihiet" gelingt der Romy-Hattrick (Bild: Freibeuter Film/Rohfilm)

Der Romy-Veranstalter, die Tageszeitung Kurier, hat die Gewinner und Gewinnerinnen der diesjährigen Akademie-Preise bekannt gegeben, nachdem die Publikums-Romys bereits im Frühjahr vergeben wurden. Über die Akademie- oder Branchen-Romys stimmen alle früheren Romy-Gewinnerinnen und -Gewinner ab. Die Verleihung findet am 16. September im Wiener Gartenbaukino statt.

Der österreichische Oscar-Kandidat Große Freiheit", der schon bei diversen Preisverleihungen auffällig wurde und der Abräumer beim österreichischen Filmpreis war, ist mit drei Auszeichnungen auch der große Romy-Sieger. Das von Sebastian Meise inszenierte Drama gewann die Trophäe als "Bester Kinofilm", zudem gewannen Meise und sein Ko-Autor Thomas Reider den Drehbuchpreis. Die Produktion von Freibeuter Film und Rohfilm teilt sich zudem die Auszeichnung für die beste Produktion mit den Kollegen von Epo Film, die für ihr Biopic "Klammer - Chasing the Line" auf die gleiche Stimmenanzahl kamen - ein Novum bei den Romys.

Je zwei Branchen-"Romys" gehen an die Constantin-Produktion "Die Wannseekonferenz" (bester Film TV/Stream und bestes Drehbuch TV/Stream), die auch zu den Favoriten um den Deutschen Fernsehpreis zählt, sowie an "Die Ibiza Affäre" (beste Serie und bester Schnitt TV/Stream) von W&B Television und Epo-Film. Bei Sky durfte man sich doppelt und dreifach freuen, denn neben der Serie über den Drache-Skandal wurde auch die begleitende Dokumenration Das Ibiza-Video: Ein journalistischer Krimi" als Beste Doku prämiert.

Mit Thomas W Kiennast kristallisierte sich ein weiterer markanter Doppelsieger heraus - er gewann gleich beide Kamera-Kategorien mit "Schachnovelle" im Kino, mit der Miniserie Im Netz der Camorra" im TV/Streaming-Bereich. Ebenfalls eine Kuriosität: bei den Regie-Preisen kam es quasi zu einer Titelverteidigung. Maria Schrader, im Vorjahr noch mit der Serie Unorthodox" erfolgreich, wird nun für den Kinofilm Ich bin dein Mensch" ausgezeichnet. Der zweite Regie-Preis (TV/Streaming) geht an Umut Dag für die Miniserie "Am Anschlag - Die Macht der Kränkung". Zur besten Doku-Kino wurde "Marko Feingold - Ein jüdisches Leben" gewählt, die Auszeichnung für den Besten Schnitt/Kino geht an Oliver Neumann für Hinterland", mit dem Preis für die Beste Musik werden Fritz Ostermayer und Herwig Zamernig für Rimini" geehrt.

Der Platinpreis für das Lebenswerk wird in diesem Jahr an Produzent und Filmhändler Herbert Kloiber vergeben.