Festival

"Auf der Suche nach dem Wind" eröffnet Filmkunstfest MV

Das Spielfilmdebüt von Regisseur Mihai Sofronea ist eine von neun Deutschlandpremieren in der Sektion "Gastand Rumänien" des Filmkunstfest MV.

18.08.2022 13:22 • von Jochen Müller
Eröffnungsfilm des Filmkunstfest MV: "Auf der Suche nach dem Wind" (Bild: Libra Films)

Als eine von neun Deutschlandpremieren in der Sektion "Gastland Rumänien" eröffnet das Spielfilmdebüt "Auf der Suche nach dem Wind" von Regisseur Mihai Sofronea am 31. August das 31. Filmkunstfest MV. Wie das Festival heute mitteilt, werden neben dem Regisseur auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die rumänische Botschafterin Adriana-Loreta Stanescu bei der Eröffnung zu Gast sein.

Insgesamt werden im Rahmen des Publikumsfestivals in Schwerin bis zum 4. September 143 Filme zu sehen sein, von denen 22 ihre Deutschlandpremieren feiern werden.

Volker Kufahl, Künstlerischer Leiter des Filmkunstfest MV: "Wir bringen großes, emotional bewegendes Kino auf insgesamt neun Leinwände - Kino, das die Augen vor der oft düsteren Realität nicht verschließt, aber auch viele schöne, heitere Momente bereithält, die uns den Alltag mal vergessen lassen. Unser Anspruch ist, ein breites Publikumsfestival für alle Generationen und unterschiedliche Geschmäcker auf die Beine zu stellen. Mit vielen Gästen und ihren Geschichten feiern wir ein Fest der Filmkunst, das sich jede und jeder leisten kann."

Im Spielfilmwettbewerb des Festivals konkurrieren u.a. Peter Luisls Prinzessin" mit Ehrengast Matthias Habich, Michael Steiners Und morgen seid ihr tot", Emily Atefs "Mehr denn je", Pola Becks Der Russe ist einer, der Birken liebt" und Sophie Linnenbaums The Ordinaries" um den mit 10.000 Euro dotierten Fliegenden Ochsen und den mit 5.000 Euro dotierten NDR-Regiepreis.

Neun der zehn Beiträge im Dokumentarfilmwettbewerb sind unter der Beteiligung von Regisseurinnen entstanden, wie etwa Claudia Müllers Elfriede Jelinek - Die Sprache von der Leine lassen", Sandra Prechtels Liebe Angst", Maja Tschumis "Rotzloch", Vera Brückners Sorry Genosse" und Tina Tripps "Zwischensaison".

13 Filme werden in der Sektion Focus Baltic Sea zu sehen sein, darunter Mariupolis 2" des litauischen Regisseurs Mantas Kvedaravicius, der Anfang April bei der Flucht aus der ukrainischen Stadt bei einem russischen Raketenangriff getötet worden war. Das zuvor entstandene Filmmaterial hatte Kvedaravicius' Verlobte Hanna Bilobrova über die Grenze geschmuggelt.

Neu ist in diesem Jahr beim Filmkunstfest MV eine Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und der Hochschule Wismar, in deren Rahmen zwei Kurzfilmprogramme präsentiert werden.

Erstmals vergeben wird im Rahmen des Festivals der mit 5.000 Euro dotierte, von der MV Film Commission gestiftete Förderpreis "Gedreht in MV", um die 21 in Mecklenburg-Vorpommern gedrehte bzw. geförderte Produktionen antreten.

Weitere Informationen zum Filmkunstfest MV unter www.filmland-mv.de.