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RBB strebt Ende der Bonus-Zahlungen an

Interims-Intendant Hagen Brandstäter spricht von einem System ohne Zukunft und kündigt für dieses Jahr den Verzicht der Geschäftsleitung auf zusätzliche Zahlungen an.

18.08.2022 10:44 • von Frank Heine
Hagen Brandstäter (Bild: rbb/Stefan Wieland)

Der durch die Verfehlungen seiner abberufenen Intendantin krisengeschüttelte RBB will den Bonus-Zahlungen für Führungskräfte einen Riegel vorschieben. "Wir sind uns in der Geschäftsleitung einig, dass dieses System der leistungsorientierten Vergütung für die Führungskräfte (...) keine Zukunft mehr hat", sagte der geschäftsführende Intendant Hagen Brandstäter in der Sendung "rbb-Spezial der Talk". Man werde den Verwaltungsrat um Prüfung bitten, dieses System so nicht weiter fortzuführen. "Ich wage die Prognose, dass es das so (...) nicht weiter geben wird", so Brandstäter. Zudem kündigte er an, dass die Geschäftsleitung in diesem Jahr keine zusätzlichen Zahlungen in Anspruch nehmen wird.

Vor der Sendung hatte die Geschäftsleitung des Senders der Belegschaft des rbb die Höhe der Bezüge der Direktoren offengelegt. Die Grundbezüge der vier Top-Manager an der Spitze des rbb betrugen demnach zwischen 196.000 und 230.000 Euro, die leistungsorientierte zusätzliche Vergütung betrug zwischen 30.738 Euro und 39.195 Euro.