Kino

US-Videomarkt-Ausgaben elf Prozent im Plus

US-Konsumenten gaben im ersten Halbjahr rund 18 Mrd. Dollar für digitales und physisches Home Entertainment aus - ein Umsatzplus von mehr als elf Prozent. Dies geht aus neuen DEG-Daten hervor.

18.08.2022 09:52 • von Jörg Rumbucher
Im transaktionalen Geschäft ein Renner: "Spider-Man: No Way Home" (Bild: Sony Pictures)

Der US-Videomarkt legte im ersten Halbjahr 2022 um 11,27 Prozent zu. Laut Digital Entertainment Group stiegen die Ausgaben für digitales und physisches Home Entertainment im Halbjahresvergleich 2021/2022 von 16,1 auf 17,9 Mrd. Dollar. Rund 16,8 Mrd. Dollar (plus 13,8 Prozent) entfielen im Zeitraum Januar bis Juni auf die digitalen Nutzungsarten SVoD, EST und TVoD. Den Löwenanteil generierte einmal mehr das Geschäftsmodell Abo-Streaming, mit dem knapp 14,6 Mrd. Dollar umgesetzt wurden; ein Zuwachs von 17,25 Prozent. Die Kaufdownload-Erlöse (EST) stiegen auf 1,23 Mrd. Dollar, was einem Plus von 3,22 Prozent entspricht. Die DEG begründet das EST-Ergebnis mit dem gestiegenen Verkauf von Kinofilmen im zweiten Quartal: Verwiesen wird dabei auf Titel wie "Spider-Man: No Way Home", "The Batman", "Sonic the Hedgehog 2" und "Uncharted".

Verlierer im digitalen Home Entertainment waren transaktionale Ausleihen: Der TVoD-Umsatz sank im ersten Halbjahr um fast 13 Prozent auf 963 Mio. Dollar. Weiterhin rückläufig blieb das Geschäft mit physischen Medienträgern: Der Umsatz mit Kauf-DVDs- und Blu-rays sank um 16,3 Prozent auf 793 Mio. Euro.

Der US-Videomarkt kam im zweiten Quartal auf einen Gesamtumsatz von 9,1 Mrd. Dollar (plus 10,8 Prozent). Die SVoD-Einnahmen kletterten in diesem Zeitraum auf 7,4 Mrd. Dollar (plus 16,6 Prozent). Zu den weiterhin stark steigenden SVoD-Umsätzen erklärt die DEG etwas lapidar: "Dies ist auf die wachsende Zahl von Abonnements für Dienste zurückzuführen, die in den letzten drei Jahren eingeführt wurden."