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ZFF-Hashtag-Sektion beschäftigt sich mit Glaube und Religion

Mit der Programmreihe "Hashtag" rückt das Zurich Film Festival seit 2018 ein brandaktuelles Thema in den Fokus, das auch im Social-Media-Bereich virulent ist. Für die 18. Ausgabe, die am 22. September startet, hat Artistic Director Christian Jungen Filme eingeladen, die um Fragen des Glaubens, um Euphorien und um moderne Gottheiten kreisen.

18.08.2022 08:39 • von Barbara Schuster
"Honk For Jesus. Save Your Soul" feiert Europapremiere in Zürich (Bild: ZFF)

Mit der Programmreihe "Hashtag" rückt das Zurich Film Festival seit 2018 ein brandaktuelles Thema in den Fokus, das auch im Social-Media-Bereich virulent ist. Für die 18. Ausgabe, die am 22. September startet, hat Artistic Director Christian Jungen Filme eingeladen, die um Fragen des Glaubens, um Euphorien und um moderne Gottheiten kreisen.

Entsprechend heißt die Sektion dieses Jahr #MyReligion. "Ob in den USA, Russland oder im Nahen Osten: Wir erleben ein Comeback der Religionen", so Jungen. "Oft führt das in multikulturellen Gesellschaften zu Konflikten im Zusammenleben. Daher widmen wir uns dieses Jahr dem Thema des Glaubens, seinen Vorzügen und seinen Schattenseiten. Wir zeigen aber auch, was für Ersatzreligionen es mittlerweile für säkulare Menschen gibt, etwa den Tiktok-Kult."

Für die Reihe wurden acht Filme ausgewählt, die sich in unterschiedlichen Formen mit Religionen und Gottheiten beschäftigen. "Wir wollen den verschiedenen Glaubens-Richtungen nachspüren, versuchen, ihnen einen gesellschaftlichen Kontext zu geben", sagt Jungen und fügt an: "Dabei geht es uns nicht nur um die historisch gewachsenen Religionen, sondern auch um Strömungen, die unsere Gesellschaft euphorisieren und das Bild vom Glauben neu zeichnen. Unsere Leinwände sollen die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen ins Projektorenlicht stellen und sie auch kritisch beleuchten."

Die Reihe besteht aus "Honk For Jesus. Save Your Soul" von Adamma Ebo, Boy From Heaven" von Tarik Saleh, der in Cannes Weltpremiere feierte, dem mexikanischen Coming-of-Age-Film "El Reino de Dios" von Claudia Sainte-Luce, den Dokumentarfilmen Fire of Love" von Sara Dosa sowie "Tiktok, Boom" von Shalini Kantayya, "Cinema Sabaya" von Orit Fouks Rotem, dem Horrorfilm "Medusa" von Anita Rocha da Silveira und La Montagne" von Thomas Salvador, der in der Reihe Quinzaine des Réalisateurs lief.

Weitere Informationen unter www.zff.com.