Kino

"Deutscher Kinopreis" an Peter Sundarp

Für ihn ist seine Branche "die beste, die es gibt": Peter Sundarp wurde im Rahmen der Filmmesse 2022 mit dem erstmals vergebenen Deutschen Kinopreis geehrt.

18.08.2022 09:41 • von Marc Mensch
Timo Busch (Geschäftsführer Busch Glatz GmbH), Preisträger Peter Sundarp, Laudator Alfred Holighaus und Blickpunkt: Film-Chefredakteur Ulrich Höcherl (Bild: Cornelius Tometten)

Ausgezeichnet zu werden, ist für Peter Sundarp keine gänzlich neue Erfahrung, davon legen Ehrungen wie der Herbert-Strate-Preis, der Ehrenpreis der AG Verleih oder das Bundesverdienstkreuz eindrucksvoll Zeugnis ab. Dennoch zeigte sich der allseits geschätzte Branchenveteran, der das Geschäft von Verleih- wie Kinoseite gleichzeitig in- und auswendig kennt, enorm gerührt, als er zum ersten Preisträger des anlässlich der Filmmesse 2022 von der Busch Glatz GmbH neu aus der Taufe gehobenen "Deutschen Kinopreises" gekürt würde.

Stehende Ovationen und minutenlanger Applaus folgten schon unmittelbar auf die Nennung des Namens durch Laudator Alfred Holighaus - und Dank gilt an dieser Stelle auch Peter Sundarps Freund, Wegbegleiter und Geschäftspartner Günther Mertins, der sicherzustellen half, dass der Ehrengast des Abends ebenso zuverlässig wie ahnungslos vor Ort war.

Schon die AG Verleih hatte einst betont, dass Sundarp eine Branchenpersönlichkeit sei, die für "Fairness, Verbindlichkeit und Menschlichkeit" stehe. Worte, die Laudator Alfred Holighaus gerne wiederholte. Und denen er unter anderem hinzufügte, Peter Sundarp sei ein "Kaufmann mit Herz für das Kino, mit Sinn für das Mögliche und Mut für das Richtige". Er sei "mit allen Wassern gewaschen und dabei stets sauber geblieben", ein Mann, dem er selbst "im Namen aller, die in Deutschland Film und Kino machen" seine Liebe erkläre.

Der Ausgezeichnete selbst verwies nicht zuletzt auf das Glück, das ihm auf seinem Weg beschieden war: Das Glück, die richtige Frau zu finden, den richtigen Chef (in Person von Horst Wendlandt, der ihn einst in die Branche holte) - und den richtigen Partner.

Seine Arbeit habe ihm stets Spaß gemacht - und es mache ihm Spaß, immer noch "ein wenig" dabei zu sein. Denn für ihn sei nicht vorstellbar, irgendwann einmal "nichts mehr mit Film" machen zu können, so Sundarp. Er jedenfalls sei optimistisch, dass der Film und das Kino Bestand hätten, verband diese Einschätzung aber auch mit dem Appell: "Wir müssen alle zusammenstehen!" Für eine Branche, die nicht weniger sei, als "die beste, die es gibt!"

Der "Deutsche Kinopreis", der zum Auftakt zunächst nur in etwas kleinerem Rahmen bei einem Executive Dinner in der Flora Köln gefeiert wurde, findet bereits im nächsten Jahr eine größere Heimat. Denn er soll Teil der "Nacht der Kinos" werden, die erstmals 2023 als Höhepunkt der - dann viertägigen - Filmmesse am Donnerstagabend zelebriert wird.