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Recherche zu höheren als öffentlich angegebenen rbb-Gehältern

Der Business Insider legte wiedermal vor, das neue rbb-Rechercheteam bestätigt: Offenbar gibt es ein Belohnungssystem bei den Gehältern des rbb-Spitzenpersonals, das die Zahlungen teils erheblich höher macht, als öffentlich bislang bekannt war.

17.08.2022 10:13 • von Michael Müller
Der Rundfunk Berlin Brandenburg in der Berliner Masurenallee (Bild: IMAGO / Schöning)

Das Springer-Magazin Business Insider hat eine - inzwischen fast tägliche - neue Recherche zu Belohnungszahlungen im rbb vorgelegt, wodurch die Gehälter des Spitzenpersonals deutlich höher ausgefallen sein sollen, als öffentlich bekannt war. Das neu eingesetzte rbb-Rechercheteam, das im Zuge der Causa Patricia Schlesinger ins Leben gerufen wurde, stützt diese Berichterstattung jetzt über eingesehene interne Dokumente.

Nach der Recherche des rbb-Teams soll der Beratungsfirma Kienbaum 56.000 Euro gezahlt worden sein, um das Belohnungssystem weiterzuentwickeln. Kurz zusammengefasst: Demnach gab es auf das Grundgehalt, was leicht unter dem Basisgehalt liegt, je nach Leistung einen milden bis größeren Zuschlag, wenn Ziele erreicht wurden. Ein System, das offenbar nur den leitenden Mitarbeitern des rbb zustand.

Unter der ehemaligen rbb-Intendantin Schlesinger soll dieses Gehaltssystem ausgeweitet worden sein, weil es laut der Beratungsfirma in seiner bisherigen Form nicht sonderlich motivierend gewirkt habe. Laut Rechercheteam schüttete der rbb so jährlich mindestens rund 450.000 Euro zusätzlich an Direktoren, die Intendantin und die Hauptabteilungsleiter aus.

Das rbb-Rechercheteam verweist darauf, dass es in keiner anderen ARD-Anstalt ein ähnliches Entlohnungsmodell gebe. Zudem war diese Gehaltspraxis bislang der rbb-Belegschaft unbekannt.