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Tom Buhrow: "Die ARD hat bei ihrem Umbau keine Zeit zu verlieren"

Nach dem gestrigen Rückzug von rbb-Intendantin Partricia Schlesinger hat WDR-Intendant Tom Buhrow bis Ende des Jahres den ARD-Vorsitz übernommen.

05.08.2022 13:15 • von Jochen Müller
Tom Buhrow (Bild: WDR/Herby Sachs)

"Gemeinsam mit allen Intendantinnen und Intendanten werde ich die eingeleiteten strategischen und strukturellen Aufgaben für die Zukunft der ARD weiter vorantreiben und an den kommenden Vorsitz gut übergeben - denn die ARD hat bei ihrem Umbau keine Zeit zu verlieren und es ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe", skizziert WDR-Intendant Tom Buhrow, der für die rbb-Intendantin Patricia Schlesinger den ARD-Vorsitz übernommen hat, sein Credo für seine bis Ende des Jahres dauernde Amtszeit.

Wie berichtet, hatte Schlesinger den Posten der ARD-Vorsitzenden, den sie Anfang des Jahres übernommen hatte, gestern Abend mit sofortiger Wirkung abgegeben. Sie reagierte damit auf die gegen sie und den rbb-Verwaltungsratsvorsitzenden Wolf-Dieter Wolf vorgebrachten Vorwürfe im Zusammenhang mit dem geplanten digitalen Medienhaus in Berlin. Wenige Tage, nachdem das zu Springer gehörende Nachrichtenportal "Business Insider" die Vorwürfe ans Tageslicht gebracht hatte, hatte der rbb die Aktivitäten im Hinblick auf das Projekt vorerst eingestellt gehabt.

Im September wird die ARD-Hauptversammlung den ARD-Vorsitz ab 2023 neu vergeben. Der SWR hat sich bereits bereit erklärt, dies übernehmen zu wollen. Der SWR hatte den ARD-Vorsitz zuletzt in den Jahren 2009 und 2010 inne gehabt.