Kino

Lionsgate denkt über mehr als nur einen Verkauf von Starz nach

Eigentlich wollte Lionsgate im kommenden Monat sein Streaming-Angebot Starz, zu dem international auch Starzplay gehört, verkaufen. Möglicherweise gibt es aber Interessenten für das gesamte Studio.

05.08.2022 12:46 • von Michael Müller
Lionsgate-CEO Jon Feltheimer (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)

Lionsgate hat seinen Bericht für das 1. Quartal des aktuellen Fiskaljahres vorgelegt, das bis zum 30. Juni reicht. Der Umsatz lag demnach bei 893,9 Millionen Dollar. Ansonsten zeigten alle Indikatoren wie etwa der Gewinn ins Negative. Die Ausnahme bildeten die Abo-Streaming-Zahlen. Das internationalen Streaming-Angebot Starzplay, das es auch in Deutschland gibt, steht jetzt mit einem Wachstum um 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei 14 Millionen Abonnenten.

Starz und Starzplay fügten im 1. Quartal weltweit ihrem Konto 1,8 Millionen Abonnenten hinzu. Allein in den USA seien es 700.000 neue Abonnenten gewesen. Insgesamt stehen sie jetzt bei 26,3 Millionen Abonnenten.

Lionsgate wollte im kommenden Monat den Verkauf der gesamten Starz- und Starzplay-Streaming-Sparte verkünden. Eventuell wird dieser Verkauf aber auch das gesamte Studio umfassen. Lionsgate-CEO Jon Feltheimer sagte am Donnerstag, dass es verschiedene Interessenten gebe: Eine Gruppe von Investoren, die sich auf die Streaming-Plattform fokussiere, aber auch andere, die den "immensen Wert" verstünden, den das gesamte Studio ausmache.

Dabei verglich sich Feltheimer mit MGM, die vor einiger Zeit von Amazon gekauft wurde. "Unsere Library ist besser als die Library von MGM. Unsere Library ist neuer und frischer als die von MGM." Es komme aber bei diesem Deal darauf an, es in der Umsetzung richtig und nicht schnell zu machen.

Zu den Interessenten an Starz gehören u.a. Vivendis Canal+ sowie Roku und Apollo Global. Auch DirecTV zeigte Interesse. Lionsgate hatte das Streaming- und Kabel-Angebot Starz im Jahr 2016 für 4,4 Milliarden Dollar gekauft.