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Q2: Restrukturierungskosten belasten Warner Bros. Discovery

Das fusionierte Unternehmen Warner Bros. Discovery verzeichnete bei seinem ersten Ergebnisbericht seit der Zusammenlegung von Warner Media und Discovery hohe Verluste und einen Umsatz von 9,8 Mrd. Dollar. Im Quartalsbericht werden 92 Mio. DtC-Abonnenten ausgewiesen.

04.08.2022 23:31 • von Jörg Rumbucher
Meldete einen Milliardenverlust: WBD (Bild: WBD)

Warner Bros. Discovery meldete nach Börsenschluss für das zweite Quartal 2022 einen Pro-forma-Umsatz von mehr als 9,82 Mrd. US-Dollar; ein Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust beläuft sich für den Berichtszeitraum auf mehr als 3,41 Mrd. Dollar, der auf mehr als zwei Mrd. Dollar an Abschreibungen auf verschiedene Vermögenswerte, mehr als eine Mrd. US-Dollar an Restrukturierungs- und anderen Kosten sowie 983 Mio. Dollar an Ausgaben im Zusammenhang mit der Fusion zurückzuführen ist. Die Brutto-Verschuldung beträgt zum Ende des Quartals 53,0 Mrd. Dollar. Das bereinigte EBITDA betrug 1,664 Mrd. Dollar.

Das zweite Quartal endete mit 92,1 Mio. weltweiten DtC-Abonnenten, ein Anstieg von 1,7 Mio. gegenüber dem ersten Quartal. Dabei handelt es sich um vom Unternehmen bereinigte Zahlen auf Basis einer neuen DtC-Abonnentendefinition von WBD. Die neue Definition führte zum Ausschluss von zehn Mio. Discovery-Altkunden, die nicht zum Kerngeschäft gehören, und von nicht aktivierten AT&T-Mobilitätskunden aus dem ersten Quartal. Der DtC-Umsatz betrug 2.225 Mio. Dollar.

Warner Bros. Discovery teilte weiter mit, dass sein Studiosegment einen Umsatz von mehr als 2,79 Mrd. Dollar erzielte; ein Plus von drei Prozent auf Pro-forma-Basis. Die TV-Networks des Unternehmens verzeichneten einen Umsatzanstieg auf 5,74 Mrd Dollar.

"Wir haben seit dem Start von Warner Bros. Discovery vier arbeitsreiche und produktive Monate hinter uns und sind mehr denn je von den gewaltigen Möglichkeiten überzeugt, die vor uns liegen", sagte CEO David Zaslav. "Wir verfügen über den stärksten kreativen Motor und die größte Auswahl an eigenen Inhalten weltweit, wie unsere branchenweit führenden 193 Emmy-Nominierungen zeigen, und wir beabsichtigen, den Wert dieser Inhalte durch ein breit gefächertes Vertriebsmodell zu maximieren, das Kino, Streaming, lineares Kabel, Free TV, Spiele, Verbraucherprodukte und -erlebnisse und vieles mehr überall auf der Welt umfasst. Wir sind zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um unsere strategischen Ziele zu erreichen und uns sowohl kreativ als auch finanziell zu profilieren, und freuen uns auf die Zukunft unseres Unternehmens."