Produktion

Mehr Fördermittel für die MDM

Die Erhöhung der Anteile von MDR und ZDF am Etat der Mitteldeutschen Medienförderung wirkt sich bereits auf das Förderbudget des laufenden Jahres aus, das auf 17,3 Mio. Euro steigt. 2023 kommt insgesamt noch eine Million hinzu.

18.07.2022 13:20 • von Marc Mensch
MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen (Bild: MDM)

Wie die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) mitteilte, erhöht sich das Budget des Länderförderers schon im laufenden Jahr um 500.000 Euro auf 17,3 Mio. Euro; 2023 soll das Budget dann sogar auf 18,3 Mio. Euro anwachsen.

Möglich machen dies Beschlüsse der Gesellschafter MDR und ZDF. Ende Juni war beim MDR beschlossen worden, den Förderanteil an der MDM ab 2023 auf bis zu 3,8 Mio. Euro zu steigern (wir berichteten). Tatsächlich gehen 250.000 Euro von der Gesamterhöhung um eine Mio. Euro noch in diesem Jahr in den MDM-Topf. Ähnlich verhält es sich beim ZDF. Auch dort steuert man schon 2022 zusätzliche 250.000 Euro bei, im kommenden Jahr erfolgt dann eine nochmalige Aufstockung um denselben Betrag, womit sich der Gesamtbeitrag des ZDF auf 1,9 Mio. Euro erhöht.

MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen erklärte dazu: "Nachdem unsere Ländergesellschafter Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den vergangenen Jahren ihre Anteile am Gesamtetat mehrfach erhöht hatten, ist diese deutliche Anhebung von MDR und ZDF ein weiterer wichtiger Schritt für die anhaltende Wettbewerbsfähigkeit des Medienstandorts Mitteldeutschland, der über einzigartige Locations, erstklassige Drehbedingungen, hervorragende Dienstleister und erfahrene Produktionsfirmen verfügt. Dank der Mittelerhöhung können wir nicht nur helfen, die vielschichtigen und deutlichen Kostensteigerungen bei Filmproduktionen abzufedern, sondern auch ausgewählte, besonders ambitionierte Film- und Serienprojekte an Mitteldeutschland binden."

Der MDM-Aufsichtsratsvorsitzende Malte Krückels (Staatssekretär für Medien, Thüringer Staatskanzlei) ergänzt: "Ich begrüße die Entscheidung des MDR, seinen Finanzierungsanteil an der MDM zu erhöhen und damit dem Beispiel des ZDF und der Länder zu folgen. Das ist ein Bekenntnis zur erfolgreichen Arbeit der MDM und zum Medienstandort Mitteldeutschland insgesamt. Das gestiegene Budget schafft Handlungsspielraum für die weitere strategische Ausrichtung der MDM."

Für Intendantin Karola Wille ist das verstärkte finanzielle Engagement des MDR "ein wichtiger Baustein im Rahmen einer wirksamen Förderung unterschiedlichster audiovisueller Inhalte für alle Ausspielwege - auch unter sich verändernden Bedingungen". Der MDR setze sich als Mitgesellschafter der MDM für eine vielfältige und leistungsstarke Kreativwirtschaft in Mitteldeutschland ein und wolle mit der Mittelerhöhung die Position der MDM und damit auch die der regionalen Produzentinnen und Produzenten nachhaltig unterstützen.

Letzteres betont auch ZDF-Intendant Norbert Himmler, der zudem auf ein "klares Bekenntnis des ZDF zu diesem Standort" verweist.