Produktion

Endlich wieder Produzentenfest

Erstmals seit 2019 konnte die Produzentenallianz wieder zu ihrem großen Networking-Event laden. Der Vorstandsvorsitzende Alexander Thies und Geschäftsführer Björn Böhning begrüßten die rund 700 Gäste gemeinsam mit Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey, die die Bedeutung einer starken Film- und Fernsehwirtschaft unterstrich.

11.07.2022 10:38 • von Marc Mensch
Alexander Thies, Franziska Giffey und Björn Böhning (Bild: Lorenz Steinert)

Das Wetter wollte zu Beginn des Abends zwar leider nicht mitspielen, der Stimmung beim Produzentenfest, das nach zweijähriger Pandemie-bedingter Pause nun endlich wieder stattfinden konnte, tat dies allerdings keinen Abbruch - zumal es gerade in diesen Tagen ganz besonderen Bedarf nach Austausch gibt.

Nicht zuletzt die Debatte um eine Neuaufstellung der deutschen Filmförderung beherrschte viele Gespräche bei diesem großen Netzwerktreffen der Produzentenallianz im Tipi am Kanzleramt. Das Stimmungsbild schien zumindest an diesem Abend eher zugunsten von Investitionsverpflichtungen (im Prinzip nach französischem Vorbild) auszufallen, wobei deren Einführung einem flankierenden, steuerbasierten Anreizmodell durchaus nicht per se im Wege stünde. Klar wurde, dass mit jeglichem Modell komplexe Fragen - nicht zuletzt beim Zusammenspiel mit bestehenden Förderinstrumenten und der Abgabepflicht nach dem FFG - verbunden wären, was eine entschiedene, zeitnahe Befassung der Politik mit diesem Thema aber nur umso wichtiger macht.

Beim "offiziellen" Teil der Veranstaltung stand Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey im Zentrum. Sie begrüßte gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Alexander Thies und Geschäftsführer Björn Böhning die rund 700 Gäste aus den Reihen der Film- und Fernsehwirtschaft sowie der Politik - und skizzierte noch einmal die entschiedenen Schritte, mit denen die Hauptstadt die Bedingungen für die Branche weiter verbessern will (wir berichteten) Ihre klare Ansage: Eine starke Film- und Fernsehindustrie ist als signifikanter Wirtschaftsfaktor nicht etwa nur "nice to have", sondern - so wörtlich - "unbedingt to have".