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Treatment-Wettbewerb OstWest kürt erstes Siegerprojekt

Der aus dem Preisgeld des letztjährigen Bernd-Burgmeister-Preis-Gewinners "3 ½ Stunden" hervorgegangene Treatment-Wettbewerb der Filmhochschulen aus München und Babelsberg kürte das Projekt "Anja fliegt" als ersten Gewinner.

01.07.2022 16:23 • von Frank Heine
Jury und Gewinner:innen des OstWest-Wettbewerbs (Bild: Stella Traub)

Das Bild vom Kreis, der sich geschlossen hat, passt auf den Treatment-Wettbewerb OstWest, dessen Gewinner:innen im Rahmen des Filmfest ausgezeichnet wurden, wie die Faust auf's Auge. Ins Leben gerufen wurden der Wettbewerb und der dazugehörige Preis auf Initiative von SHPG-Chef Michael Lehmann. Nachdem 3 ½ Stunden", eine Produktion der SHPG-Töchter Real Film und Amalia Film, im Vorjahr den Bernd Burgemeister Preis gewonnen hatte, stiftete Lehmann das Geld der Hochschule für Film und Fernsehen München und der Filmuniversität Babelsberg für einen Wettbewerb um Geschichten die Ost und West verbinden. Bindung war, das die Beiträge von gemischten Schreibteams beider Hochschulen stammten.

Als erster Gewinner steht nun das Projekt "Anja fliegt" der Autor:innen Miriam Goeze, David Stark und Matthias Kofahl fest, das mit 4.000 Euro ausgezeichnet wurde. Ziel des Wettbewerbs ist die Entwicklung eines Treatments für einen abendfüllenden Spielfilm.

Die Jury war mit Filmemacherin Aelrun Goette, MDR Fiction-Chefin Daniela Mussgiller und Michael Lehmann besetzt.

Im ausgezeichneten Treatment "Anja fliegt" geht es um die Erwartungen der gescheiterten Wende-Generation an ihre Kinder und die Frage des Gehens und Bleibens. Die Geschichte spielt im brandenburgischen Stölln im Havelland rund um einen Segelflughafen. Für DDR-Bürger ein legendärer Ort, denn dort konnte wenige Wochen vor Mauerfall erfolgreich ein großes Verkehrsflugzeug von Interflug auf der kurzen Landebahn notlanden.