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TV-Monatsmarktanteile: ZDF und RTL bauen Führung aus

Im Juni konnten das ZDF und RTL ihre Marktführerschaft beim Gesamtpublikum bzw. den 14- bis 49-Jährigen nicht nur verteidigen, sondern sogar ausbauen.

01.07.2022 11:33 • von Jochen Müller
Wie die deutschen Fußball-Nationalspieler hatte auch das ZDF im Juni einen Grund zum Jubeln (Bild: Imago/Team 2)

Mit einem Gesamt-Marktanteil von 14,2 Prozent, das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als im Mai, konnte das ZDF seine Marktführerschaft im Juni nicht nur verteidigen, sondern sogar ausbauen; das Erste verlor im Monatsvergleich einen halben Prozentpunkt und kam auf elf Prozent. Zu verdanken hatte das Zweite seinen Zuwachs vor allem zwei Nations-League-Spielen der deutschen Fußballnationalmannschaft. So war die Partie gegen Italien Mitte Juni auf knapp neun Mio. Zuschauer gekommen und damit das reichweitenstärkste Programm des Monats. Das Erste konnte im Juni zwar mit dem "Tatort" punkten, doch selbst der erfolgreichste Film der Reihe, der Tatort: Das kalte Haus" reichte nicht an die Werte der ZDF-Fußballübertragung heran.

Bei den 14- bis 49-Jährigen ein ähnliches Bild wie am Gesamtmarkt: Marktführer RTL büßte im Juni im Vergleich zum Mai zwar 0,3 Prozentpunkte ein, konnte seinen Vorsprung auf Verfolger ProSieben (7,8 Prozent; minus 0,6 Prozentpunkte) aber ausbauen. Dabei profitierte RTL vor allem auch von zwei Nations-League-Spielen der deutschen Fußballnationalmannschaft, die man im Juni übertragen hatte. ProSieben verzeichnete jedoch ohne große Quoten-Highlights den schwächsten Wert seit September 2021.

Zulegen gegenüber dem Mai konnten bei den 14- bis 49-Jährigen hingegen das ZDF (6,8 Prozent; plus 0,4 Prozentpunkte) und RTLZWEI (4,7 Prozent; plus 0,3 Prozentpunkte). Dank Formaten wie "Kampf der Realitystars" und "Daniela Katzenberber - Familienglück auf Mallorca" schaffte es RTLZWEI, an Kabel eins vorbeizuziehen, der mit 4,6 Prozent ebenso seinen Vormonatswert halten konnte wie Sat1 (6,7 Prozent), das gleichauf mit Vox (6,7 Prozent; minus 0,4 Prozentpunkte) lag. Gar einen Prozentpunkt gegenüber dem Mai büßte das Erste im Juni bei den 14- bis 49-Jährigen ein und kam auf einen Marktanteil von 6,6 Prozent.