Produktion

BVR erklärt Verhandlungen mit Netflix für gescheitert

Nach mehreren Verhandlungsterminen mit Netflix über Gemeinsame Vergütungsregeln erklärt der Bundesverband Regie (BVR) die Verhandlungen für gescheitert. Ein Schlichtungsverfahren soll jetzt Klarheit bringen.

29.06.2022 13:56 • von Michael Müller
An einem Netflix-Set (Bild: Netflix)

Der Bundesverband Regie (BVR) hat die Verhandlungen über Gemeinsame Vergütungsregeln nach § 36 UrhG mit dem Streamingdienst Netflix in einer Mitteilung am Mittwoch für gescheitert erklärt. Der BVR hatte Netflix im Januar 2020 nach Bekanntgabe der Verhandlungen mit ver.di und dem BFFS aufgefordert, Gemeinsame Vergütungsregeln für die von ihm vertretenen Regisseurinnen und Regisseure zu verhandeln.

Über die mehreren Verhandlungstermine sagt der BVR jetzt, dass diese zwar zu einem Austausch der Positionen, aber "bedauerlicherweise zu keinem Ergebnis" geführt hätten. "Die Angebote von Netflix an die Regisseurinnen und Regisseure des BVR blieben hinter den Erwartungen und den Vorstellungen von Angemessenheit für die gewünschten Leistungen und umfassenden Rechteeinräumungen zurück", heißt es weiter in der Mitteilung.

Daher habe sich der Vorstand des BVR entschlossen, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären und Netflix zur Mitwirkung am gesetzlich vorgesehenen Schlichtungsverfahren nach § 36 a UrhG aufzufordern.