Festival

CICAE-Empfang im Zeichen eines "starken Aufbruchsignals"

Anlässlich des Cannes-Empfangs der CICAE hob deren Präsident Christian Bräuer die Bedeutung des Festivals hervor - und jene, die Freiheit künstlerischen Schaffens zu verteidigen. Ehrengast war die ukrainische Filmemacherin Maryna Er Gorbach.

27.05.2022 13:11 • von Marc Mensch
Produzent Mehmet Bahadir Er, Regisseurin Maryna Er Grobach und Christian Bräuer (Bild: Isabelle Negre)

Rund 200 Gäste feierten beim traditionellen Cannes-Empfang des internationalen Filmkunstkino-Verbands CICAE, der gemeinsam mit den französischen und deutschen Verbänden AFCAE und AG Kino-Gilde, durchgeführt wurde, das Kino. Begrüßt wurden sie von CICAE-Präsident Christian Bräuer und AFCAE-Präsident Francois Aymé.

In einem "beeindruckenden Programm" des 75. Festival de Cannes sieht Bräuer nicht zuletzt ein "starkes Aufbruchsignal für unsere durch die Pandemiebekämpfung so massiv beeinträchtigte Branche". So werde dort die Magie der großen Leinwand zelebriert - gleichzeitig sei aber auch allen bewusst, dass die Pandemie nicht beendet sei und mit der Bekämpfung des Klimawandels die nächste große Herausforderung anstehe. "Zugleich mahnt uns der Krieg jeden Tag, die Freiheit künstlerischen Schaffens und die Unversehrtheit menschlichen Lebens weltweit zu verteidigen" so Bräuer. Bereits bei der Mitgliederversammlung in der Vorwoche hatte die CICAE ihre Solidarität mit Kinobetreibenden und Filmschaffenden in der Ukraine noch einmal ausdrücklich betont.

Als Ehrengast nahm die ukrainische Filmemacherin Maryna Er Gorbach am Empfang teil. Ihr aktueller Film "Klondike" konnte bereits etliche internationale Preise sammeln, unter anderem auf der jüngsten Berlinale. Ebenfalls zu Gast waren die Regisseurinnen Emily Atef (Plus que jamais") und Marie Kreutzer (Corsage") die mit ihren Filmen in der Wettbewerbssektion Un Certain Regard für Aufmerksamkeit sorgten und von der Presse gefeiert werden.