Kino

Deutscher Filmpreis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Durch ein nachhaltiges Mobilitätskonzept konnte der CO2-Ausstoß bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 um 20.400 Kilogramm reduziert werden. Dafür wurde die Deutsche Filmpreis Produktion jetzt bei der Climate Mobility Challenge der Deutschen Bahn ausgezeichnet.

25.05.2022 10:53 • von Jochen Müller
Die Nachhaltigkeitsbotschafter:innen der Deutschen Filmakademie, Lea van Acken und Lucas Reiber, Fenja Gewitsch (Green Production Manager Deutsche Filmakademie Produktion), Jürgen May (CEO 2bdifferent), Claudia Loewe (Produzentin Deutscher Filmpreis & Geschäftsführerin Deutsche Filmakademie Produktion GmbH) und Nachhaltigkeitsbotschafterin Maria Ehrich (v.l.n.r.) (Bild: Deutscher Filmpreis/Eventpress, Sascha Radke)

Mit der Ernennung von Lea van Acken, Maria Ehrich und Lucas Reiber zu Nachhaltigkeitsbotschafter:innen im Jahr 2019 wollte die Deutsche Filmakademie Produktion Themen rund um grünes Produzieren auch in der breiten Öffentlichkeit stärker in den Fokus rücken. Doch auch selbst wollte man mit gutem Beispiel vorangehen und schreibt Nachhaltigkeit bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises groß - und das mit Erfolg.

Wie es heute in einer Pressemitteilung heißt, konnte der CO2-Ausstoß bei der Lola-Verleihung im Jahr 2019 einzig durch veganes/vegetarisches Catering um 50 Prozent reduziert werden. Eine weitere Reduzierung um 20.400 Kilogramm CO2 - das entspreche 71.830 Flugkilometern - erfolgte dann bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises im vergangenen Jahr durch die Umstellung des Mobilitätskonzepts, für das die Deutsche Filmakademie Produktion jetzt bei der Climate Mobility Challenge 2022 der Deutschen Bahn in der Kategorie "Veranstaltungsmobilität" ausgezeichnet wurde.

Im Rahmen des neuen, nachhaltigen Anreisekonzepts war den Gästen der Lola-Verleihung im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn ein Veranstaltungsticket für eine klimaneutrale Anreise mit der Bahn angeboten worden. Vor Ort fand der Shuttle zum Roten Teppich dann anstelle mit Limousinen mit Elektrobussen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) statt.

Die Deutsche Filmakademie Produktion hat außerdem nach eigenen Angaben für den Deutschen Filmpreis im Frühjahr 2021 eine Zertifizierung nach ISO 20121 angestoßen, die nach strengen DIN-Normen erfolgt und als international anerkannter Nachweis einer nachhaltigen Ausrichtung dient. Die entsprechende Prüfung soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden; bei Bestehen sind der Deutsche Filmpreis und die Deutsche Filmakademie Produktion dann für drei Jahre zertifiziert - als erste Veranstaltung der Filmbranche, wie die Deutsche Filmakademie Produktion betont, die nach eigenem Bekunden zusammen mit der Beratungsagentur 2bdifferent "stetig an der Optimierung der Abläufe" arbeitet und auch "Partner:innen, Dienstleister:innen, Agenturen und Sponsor:innen auf nachhaltige Maßnahmen, Arbeitsprozesse und Zielsetzungen hinweist".

Der Deutsche Filmpreis wird am 24. Juni im Palais am Funkturm in Berlin verliehen.