Kino

Bayerischer Filmpreis: Produzentenpreis zweifach vergeben

Bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises wurde der Produzentenpreis heute Abend zweimal vergeben, an die Produzenten von "Nicht ganz koscher - Eine göttliche Komödie" und die Produzenten von "Stasikomödie". Dominik Grafs "Fabian oder der Gang vor die Hunde" wurde zweimal ausgezeichnet: für die beste Regie und die beste Bildgestaltung.

20.05.2022 21:00 • von Jochen Müller
Der Bayerische Filmpreis wurde heute wieder im Rahmen einer Gala vergeben (Bild: IMAGO / Stephan Görlich)

Nachdem der Bayerische Filmpreis im vergangenen Jahr Corona-bedingt im Rahmen einer vorproduzierten BR-Sendung verliehen worden war, wurde er soeben wieder im Rahmen einer feierlichen Gala im Münchner Prinzregententheater vergeben.

Der mit jeweils 100.000 Euro dotierte Produzentenpreis ging dabei an enigma film für Nicht ganz koscher - Eine göttliche Komödie", inszeniert von Stefan Sarazin und Peter Keller, sowie UFA Fiction und Constantin für Leander Haußmanns Stasikomödie".

Zweimal ausgezeichnet wurde Fabian oder der Gang vor die Hunde": Dominik Graf erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für die beste Regie, Hanno Lentz den ebenfalls mit 10.000 Euro dotierten Preis für die beste Bildgestaltung.

Die Darstellerpreise - dotiert mit jeweils 10.000 Euro - gingen an Johanna Wokalek (Beckenrand Sheriff") und Albrecht Schuch (Lieber Thomas"), als beste Nachwuchsdarsteller:innen (dotiert mit jeweils 5.000 Euro) wurden Sara Fazilat (Nico") bzw. Emil von Schönfels und Mekyas Mulugeta für ihre Rollen in Räuberhände" ausgezeichnet; den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchsregiepreis erhielt York-Fabian Raabe (Borga").

Der mit 10.000 Euro dotierte Drehbuchpreis wurde an Maria Schrader und Jan Schomburg für die deutsche Oscareinreichung Ich bin dein Mensch" vergeben. Maria Speth wurde für ihre Arbeit an Herr Bachmann und seine Klasse" für den besten Schnitt (dotiert mit 10.000 Euro) ausgezeichnet, der Bayerische Filmpreis für den besten Kinder- und Jugendfilm ging an Lars Montag für Träume sind wie wilde Tiger", den Dokumentarfilmpreis erhielt Michael Kranz für "Was tun?" - auch diese Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Zum Gewinner des Publikumspreises wurde Sven Unterwaldts Catweazle" gewählt.

Bereits seit gut einer Woche festgestanden hatte Sönke Wortmann als Träger des Ehrenpreises des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Bayerns Film- und Digitalministerin Judith Gerlach erklärte im Rahmen der Preisverleihung: "Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir uns nicht unsere Lebensfreude nehmen lassen und auch positive Signale senden. Mit der feierlichen Verleihung des Bayerischen Filmpreises wollen wir die großartige deutsche und bayerische Filmwirtschaft würdigen. Sie hat es in diesem Jahr geschafft, höchst kritische Themen wie Antisemitismus oder die DDR-Vergangenheit unterhaltsam und doch tiefgreifend zu vermitteln. Das ist ganz großes Kino!"