Kino

Goldregen für Universal

Dass "Keine Zeit zu sterben" mit einer Wucht in den deutschen Kinos einschlug, die selbst größte Optimisten überraschte, ist zwar schon eine Weile her - aber bei der KINO 2022 gab es endlich Gelegenheit, den auch im Rahmen der FFA-Präsentation hervorgehobenen Erfolg mit der Übergabe der Goldenen Leinwand mit Stern zu würdigen.

19.05.2022 17:46 • von Marc Mensch
Jürgen Bode, Uwe Lucas, Christine Berg, Michael Kampf und Karl-Heinz Meier (Bild: Denis Kotscherow)

Dass Bond in Deutschland selbst in einem Pandemiejahr groß werden würde, stand eigentlich nie in Zweifel. Dass Keine Zeit zu sterben" aber so gut abschneiden würden, hatten auch Optimisten nicht vorauszusagen gewagt. Über sechs Mio. Zuschauer wurden am Ende gezählt - das gelang zuletzt Die Eiskönigin 2" aus dem Jahr 2019. Nach der Pandemie-bedingten Absage der Filmwoche München wurde die verdiente Würdigung dieses Megaerfolgs durch den HDF nun bei der KINO 2022 nachgeholt: Im Rahmen der Tradeshow von Universal übergab Christine Berg gemeinsam mit Jürgen Bode und Karl-Heinz Meier an Uwe Lucas und Michael Kampf die reguläre Goldene Leinwand für die ersten - und die Goldene Leinwand mit Stern für die zweiten drei Millionen Besucher, die Bond alleine in Deutschland vor die Leinwände zog.

Bei der Vorstellung aktueller FFA-Zahlen wurde der Erfolg übrigens noch mit ein paar Details hervorgehoben: So entfiel auf "Keine Zeit zu sterben" eine Ergebnisanteil von 46 Prozent innerhalb der Top-Ten-Filme, gleichzeitig habe er innerhalb des vergangenen Jahrzehnts die Topfilme der Jahre 2020, 2019, 2018, 2016, 2014 und 2013 übertroffen, wie es der scheidende stellvertretende FFA-Vorstand Frank Völkert darstellte. Zwar muss man dies dahingehend relativieren, dass natürlich mehrere der in den genannten Jahren gestarteten Filme sechs (bzw. sogar sieben) Millionen Besucher überschritten - allerdings gelang ihnen dies wegen späterer Starttermine jeweils erst im späteren Lauf der Folgejahre, während "Keine Zeit zu sterben" dank des September-Starts den allergrößten Teil seiner Besucher 2021 machte. Was seine immense Bedeutung für das vergangene deutsche Kinojahr nur umso größer macht. Wir gratulieren. Erneut.