Kino

Neuauflage des "Grünen Kinohandbuchs" vorgestellt

2018 erstmals als wichtige Hilfestellung in Sachen Nachhaltigkeit erschienen, hat das "Grüne Kinohandbuch" eine Neuauflage erfahren, die beim Filmtheaterkongress präsentiert wurde. Gleichzeitig gab die FFA bekannt, dass die Spruchpraxis der Kinokommission erweitert wird, um in Sachen Nachhaltigkeit noch besser fördern zu können.

17.05.2022 18:14 • von Marc Mensch
Lukas Hintzen, Doreen Lange, Carl Bergengruen, Birgit Heidsiek und Peter Dinges beim Nachhaltigkeits-Seminar in Baden-Baden (Bild: Denis Kotscherow)

"Es besteht ein gesellschaftli­cher Konsens darüber, dass die Umsetzung des Um­welt- und Klimaschutzes zu den größten Herausfor­derungen unserer Zeit gehört. Um dies zu bewältigen, brauchen wir eine tiefgreifende Wende in den Sek­toren Energie, Wärme und Mobilität. Diese Wende betrifft alle Wirtschaftszweige. Auch die Film- und Kinobranche muss sich dieser Aufgabe stellen. Jede und jeder aus unserer Branche kann selbst einen Bei­trag leisten und Maßnahmen rund um den Klima­schutz im Kino ergreifen." So FFA-Vorstand Peter Dinges.

Und die FFA unterstützt bei dieser Aufgabe nicht nur mit Fördergeld - sondern seit 2018 auch mit einer wichtigen Hilfestellung in Form eines umfassenden Nachschlagewerks, das laut Autorin Birgit Heidsiek nicht nur zeigt wie sich mit effizientem Energie- und Abfallmanagement Ressourcen (und letztlich Kosten) sparen lassen, sondern das auch "über die große Bandbreite an Maßnahmen und Möglichkeiten" informiert und "aktuelle gesetzliche Anforderungen und Lösungen, die für das Manage­ment von Filmtheatern relevant sind", erläutert.

Vorgestellt wurde bei der KINO 2022 nun eine Neuauflage des Werkes, das "Grüne Kinohandbuch 2.0". Zu den darin behandelten Themen zählen unter anderem Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes, neue Ökodesign-Anforderungen, die Mehrwegangebotspflicht oder der Einwegkunststoff-Fonds.

"Die Möglichkeiten zur Steigerung der Gebäudeeffizienz sind vielfältig und reichen vom Einsatz umweltfreundlicher Wärmedämmstoffe über den Einbau von Wärmepumpen bis hin zur Beheizung und Kühlung via Solarthermie. Der sparsame Umgang mit dem Wasser funktioniert im Kino dank Regenwassernutzungsanlagen, wasserlosen Urinalen oder dem Einkauf von Produkten mit einem geringen Wasserfußabdruck. An der Concession-Theke geht der Trend zu Mehrweglösungen und Abfallvermeidung, wie zahlreiche Best Practice-Beispiele belegen", heißt es von der FFA beispielhaft zu den Inhalten.

Interessenten können das "Grüne Kinohandbuch 2.0" über eine Mail an presse@ffa.de kostenfrei bestellen.

Wie parallel zur Präsentation des Buches bekannt gegeben wurde, erweitern die FFA und ihre Kinokommission ihre Spruchpraxis, so dass künftig mehr Maßnahmen förderbar sind, die Modernisierungen unter Nachhaltigkeitsaspekten beinhalten: z. B. Photovoltaik-Anlagen, energetische Sanierungen von Fassaden und Dächern, Schaffung von Fahrradstellplätzen und E-Ladesäulen im Außenbereich sowie investive Mehrwegmaßnahmen wie die Anschaffung von Spülmaschinen und Rücknahmegondeln für Mehrweggeschirr.