Kino

Kurt Schalk Stiftung ins Leben gerufen

Ein enorm emotionaler Moment beim Auftakt zum Filmtheaterkongress: Die HDF-Vorstandsvorsitzende Christine Berg gab den offiziellen Startschuss für eine Stiftung, die eine unvergessene Kinopersönlichkeit würdigt - und einen Zweck verfolgt, der ganz im Sinne von Kurt Schalk gewesen wäre.

17.05.2022 14:47 • von Marc Mensch
Die "Kurt Schalk Stiftung" wurde beim Filmtheaterkongress offiziell angekündigt (Bild: Denis Kotscherow)

Zu den nicht gerade wenigen Herausforderungen, denen sich (beileibe nicht nur) die Kinobranche derzeit stellen muss, zählt bekanntermaßen nicht zuletzt der Fachkräftemangel. Ein Problem, das natürlich auch auf Ebene des HDF adressiert wird - wo man unter anderem das Erfordernis des Ausbaus von Aus- und Weiterbildungsangeboten in den Fokus nimmt; die Notwendigkeit, Kinos in den Augen potenzieller Kandidat:innen wieder zu einem attraktiveren Arbeitgeber zu machen. Und wo man das Konzert notwendiger Maßnahmen um eine ganz besondere Initiative bereichert: Stipendien, die es Beschäftigen in der Kinobranche (und möglicherweise auch aus Reihen des Verleihs) ermöglichen sollen, ihren Horizont zu erweitern, über den Tellerrand zu blicken, das Geschäft von mehreren Seiten zu betrachten; sei es beispielsweise durch Auslandsaufenthalte oder zeitlich begrenzte Tätigkeiten auf der anderen Seite des Verhandlungstisches. Zudem ist es Ziel, zu einer "verbesserten Vernetzung und Kommunikation zwischen den Generationen" beizutragen

Und nachdem der Auftakt zur Filmmesse im vergangenen Jahr von einer Schocknachricht geprägt war, gab es wohl kaum einen schöneren Anlass als den Auftakt der KINO 2022, um einer viel zu früh verstorbenen, ganz besonderen Kinopersönlichkeit ein Denkmal zu setzen. Die Ergriffenheit, mit der die HDF-Vorstandsvorsitzende Christine Berg die "Kurt Schalk Stiftung" ankündigte, übertrug sich dabei durchaus auf das Publikum, das minutenlangen Applaus spendete. Denn wie es Berg formulierte: "Es gab einen Menschen, für den es absolut selbstverständlich war, Leute an die Hand zu nehmen und zu begleiten: Kurt Schalk."

"Geburtshelfer" und erste Geldgeber der Stiftung sind Kinopolis, CineStar, Warner Bros. Discovery, Paramount und der HDF.

Lieber Kurt, wir vermissen Dich. Und freuen uns, dass Dein Wirken auf diese Weise fortgesetzt werden kann. Und wir werben gerne für Unterstützung für diese großartige Initiative! Denn diese ist nun gefragt.