TV

Analyst begrüßt Staffel-Aufteilung bei Netflix

Analysten wie der bekannte Netflix-Experte Michael Pachter von Wedbush glauben, dass das Aufsplitten von Staffeln in zwei Teile dem Streamingdienst bei der Abonnentenentwicklung helfen kann.

17.05.2022 09:48 • von Jörg Rumbucher
Stranger Things" (Bild: Netflix)

In einer aktuellen Mitteilung beschäftigt sich Wedbush Securities-Analyst Michael Pachter mit dem Aufteilen von Serienstaffeln in zwei Hälften. Pachter zufolge könne diese Praxis, die Netflix zuletzt bei "Stranger Things" und "Ozark" umgesetzt hatte, einen Beitrag leisten, die Abonnenten-Abwanderung zu verringern. Seiner Auffassung nach biete die Beendigung der mehrjährigen Praxis, alle Episoden einer Originalserie bei der Premiere komplett einzustellen, einen Anreiz für Kunden, den Dienst nicht zu verlassen.

"Wir glauben, dass Investoren einen Anstieg der Abonnentenzahlen sehen werden und ihr Vertrauen in das Netflix-Geschäftsmodell wiederhergestellt wird, je früher das Unternehmen sein Engagement zeigt, die Abwanderung zu reduzieren, indem es neue Inhalte über mehrere Wochen hinweg veröffentlicht", schrieb Pachter.

Darüber hinaus habe die Ankündigung von Netflix, einen werbefinanzierten Tarif einzuführen, ein großes Potenzial, um erhebliche Einnahmen zu erzielen. "Allerdings könnten dadurch auch bestehende Kunden kannibalisiert werden", so Pachter. "Alles in allem halten wir werbefinanzierte Abonnements für eine gute Idee, vor allem um die Abwanderung zu verhindern." Dem gegenüber glaubt Pachter nicht daran, dass Netflix viele Kunden hinzugewinnen kann, indem Abonnenten, die Passwörter weitergeben, eine zusätzliche Gebühr berechnet werde.

Des Weiteren schreibt Pachter, dass Netflix durch die Anhebung der Preise in reiferen Märkten seinen ARPU und seine Rentabilität steigern könnte, was ermöglichen würde, die Gewinne zu reinvestieren, um in Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum weiter zu wachsen.

"Wir nehmen die jüngste Kursschwäche zum Anlass, unsere Anlageempfehlung von 'neutral' auf 'outperform' anzuheben", erklärte Pachter zur Netflix-Aktie