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Bernd Burgemeister Fernsehpreis erstmals auch für Serien/Mehrteiler

Der von der VFF gestiftete Bernd Burgemeister Fernsehpreis wird in diesem Jahr erstmals nicht nur an den besten Spielfilm der Filmfest-München-Reihe "Neues Deutsches Fernsehen", sondern auch an die beste Serie oder den besten Mehrteiler vergeben.

11.05.2022 12:41 • von Jochen Müller
Eine der für den Bernd Burgemeister Preis nominierten Serien: "King of Stonks" (Bild: Filmfest München / Netflix)

Der Bernd Burgemeister Fernsehpreis, den die Verwertungsgesellschaft für Eigen- und Auftragsproduktionen (VFF) im Rahmen der Reihe "Neues Deutsches Fernsehen" auf dem Filmfest München vergibt, wird in diesem Jahr zweimal verliehen. Wie das Filmfest München heute mitteilt, erhält nicht nur der beste Spielfilm der Reihe, sondern auch die beste Serie/der beste Mehrteiler die jeweils mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung.

"Serien und Mehrteiler sind Publikumsmagneten - im deutschen Fernsehen und zunehmend auch in den Programmen großer Festivals. Diese Realität möchte die VFF mit der Erweiterung des Bernd Burgemeister Fernsehpreises abbilden. Wir freuen uns, damit nun die ganze Breite des fiktionalen TV-Schaffens beim Filmfest München auszeichnen zu können, erklärt VFF-Geschäftsführer Johannes Kreile diesen Schritt.

Die Leiterin des Filmfest München, Diana Iljine, betont: "Der Preis ist auch ein Gütesiegel für die erneut herausragende Qualität der beim Festival eingereichten Produktionen. Wir bedanken uns bei der VFF für dieses großartige Zeichen der Wertschätzung. Das Filmfest München hat sich als eines der ersten großen Festivals für das Serienformat geöffnet. Umso schöner ist es, sie nun auch mit einem eigenen Preis würdigen zu können."

Unter den insgesamt 15 Produktionen der Reihe "Neues Deutsches Fernsehen", die Programmkuratorin Ulrike Frick ausgewählt hat, befinden sich dann auch sieben TV-Serien und -Mehrteiler, von denen beim Filmfest München jeweils die ersten Folgen gezeigt werden. Bei der Sichtung stellte Ulrike Frick fest: "Ich sehe eine enorme Kreativität, formale Vielfalt und den Mut, komplexe und auch sperrige, schwierige Themen intelligent und persönlich zu erzählen. Wir zeigen sowohl bei den Fernsehfilmen als auch im seriellen Erzählen das Innovativste, was der deutsche Fernsehmarkt derzeit produziert. Die Festivalbesucher:innen können sich auf herausragendes und herausforderndes deutsches Fernsehen freuen."

Über die Gewinner des Bernd Burgemeister Fernsehpreises entscheidet eine dreiköpfige Jury, bestehend aus HFF-München-Präsidentin Bettina Reitz, Produzentin Susanne Mann und Schauspieler Edgar Selge.

Die Filme, Serien und Mehrteiler der Reihe "Neues Deutsches Fernsehen":

"Damaged Goods" (Regie: Anna-Katharina Maier; Drehbuch: Jonas Bock, Lene Pottgießer, Frederick Schofield, Claudia Seibl, Chris Hödl, Paul M. Feldmann, Isabella Oliveira Parise Kröger

"Gesicht der Erinnerung" (Regie: Dominik Graf; Drehbuch: Norbert Baumgarten)

"Das Haus der Träume" (Regie: Sherry Hormann, Umut Dag; Drehtuch: Conni Lubek (Headautorin), Conni Lubek, Holger Joos, Silja Clemens und Carola Lowitz

"Für Jojo" (Regie: Barbara Ott; Drehbuch: Stefanie Ren)

"King of Stonks" (Regie: Jan Bonny (Lead-Regie), Facundo Scalerandi, Isabell Suba; Drehbuch: Jan Eichberg, Fabienne Hurst, Mats Frey, Philipp Käßbohrer

"Lauchhammer" (Regie: Till Franzen; Drehbuch: Frauke Hunfeld, Silke Zertz)

"Laufen" (Regie: Rainer Kaufmann; Drehbuch: Silke Zertz)

"Liberame - Nach dem Sturm" (Regie: Adolfo J Kolmerer; Drehbuch: Astrid Ströher, Marco Wiersch)

"Das Licht in einem dunklen Haus" (Regie: Lars-Gunnar Lotz; Drehbuch: Nils-Morten Osburg, Jan Costin Wagner)

"Munich Games" (Regie: Philipp Kadelbach; Drehbuch: Michal Aviram, Martin Behnke)

"Das Netz - Ein Wintermärchen" (AT) (Regie: Rick Ostermann; Drehbuch: Bernd Lange, Johannes Flachmeyer, Anneke Janssen, Thomas Ritter)

"Ramstein - Das durchstoßene Herz" (Regie: Kai Wessel; Drehbuch: Holger Karsten Schmidt)

"So laut du kannst" (Regie: Esther Bialas; Drehbuch: Sophia Krapoth, Isabel Kleefeld, Lilly Bogenberger, David Weichelt

"Der Spalter" (Regie: Susanna Salonen; Drehbuch: Stefan Rogall)

"Das weiße Schweigen" (Regie: Esther Gronenborn; Drehbuch: Esther Gronenborn, Sönke Lars Neuwöhner)