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Anleger verklagt Netflix wegen Abo-Schwund

Ein Investor hat eine Klage gegen Netflix eingereicht mit der Begründung, dass das Unternehmen Anleger über das Ausmaß seiner Probleme, Abonnenten zu gewinnen, getäuscht habe.

05.05.2022 10:17 • von Jörg Rumbucher
Muss sich möglicherweise einer Sammelklage stellen: Netflix (Bild: Netflix)

Netflix habe die Anleger über einen sechsmonatigen Rückgang des Abonnentenwachstums getäuscht, was laut einer Aktionärsklage zu einem massiven Einbruch des Aktienkurses führte. In der Klage, die am 3. Mai beim Bundesbezirksgericht in San Francisco eingereicht wurde, wird Netflix vorgeworfen, gegen die US-Wertpapiergesetze verstoßen zu haben, indem es "im Wesentlichen falsche und/oder irreführende Angaben" gemacht und es außerdem versäumt habe, "wesentliche nachteilige Fakten über das Geschäft, den Betrieb und die Aussichten des Unternehmens offenzulegen".

Netflix hatte bekannt gegeben, im ersten Quartal 2022 200.000 zahlende Kunden verloren zu haben. Prognostiziert hatte es einen Zuwachs von 2,5 Mio.

Mit der Klage, die den Status einer Sammelklage anstrebt, wird im Namen von Anlegern, die zwischen dem 19. Oktober 2021 und dem 19. April 2022 Netflix-Aktien besaßen, ein nicht näher bezifferter Schadenersatz gefordert.

Hauptkläger ist Fiyyaz Pirani, ein Treuhänder des Imperium Irrevocable Trust, der in Netflix investiert ist. In der Klage werden sowohl Netflix als auch die Co-CEOs Reed Hastings und Ted Sarandos sowie CFO Spencer Neumann als Beklagte genannt.