Kino

Oscars: "CODA" als bester Film ausgezeichnet

Spätestens seit dem Gewinn des PGA Awards vor einer Woche galt Sian Heders "CODA" nicht mehr nur als Geheimfavorit für den Oscar als bester Film. Diesen hat er soeben auch gewonnen. Hans Zimmer und Gerd Nefzer holten für die Filmmusik und die Visual Effects zu "Dune" auch zwei Oscars nach Deutschland.

28.03.2022 05:37 • von Jochen Müller
Sian Heder mit dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch für "CODA", der später auch als bester Film ausgezeichnet werden (Bild: Richard Harbaugh / A.M.P.A.S.)

Sian Heders CODA", seit dem Gewinn des PGA Awards vor einer Woche, mehr als ein Geheimfavorit für den Oscar als bester Film, hat diesen soeben auch gewonnen. Heder wurde außerdem auch für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet. Der Oscar für das beste Originaldrehbuch ging an Kenneth Branagh für Belfast", der bei seiner achten Nominierung zum ersten Mal ausgezeichnet wurde.

Der Oscar für die beste Regie ging an Jane Campion für The Power of the Dog", die erste Frau, die zum zweiten Mal - nach Das Piano", für dessen Drehbuch sie den Academy Award gewonnen hatte - für einen Regieoscar nominiert war. Nach dem vergangenen Jahr mit Chloe Zhao für Nomadland" ging der Oscar in der Kategorie "Beste Regie" damit erneut an eine Frau.

Als beste Hauptdarstellerin wurde Jessica Chastain für ihre Rolle in "The Eyes of Tammy Faye" ebenso mit ihrem ersten Oscar ausgezeichnet wie Will Smith, der den Oscar für den besten Hauptdarsteller für seine Rolle in King Richard" erhielt.

Als beste Nebendarsteller:innen wurden Ariana DeBose bei ihrer ersten Oscar-Nominierung für ihre Rolle in "West Side Story", für die sie zuvor auch schon den Golden Globe gewonnen hatte, und Troy Kotsur ("CODA"), der ebenso erstmals für einen Oscar nominiert war, ausgezeichnet.

Für die beste Kamera wurde Greig Fraser für Dune", der ihm zuvor schon den ASC-Award und den BAFTA-Award eingebracht hatte, prämiert; er war zum zweiten Mal nach Lion - Der lange Weg nach Hause" für den Oscar nominiert gewesen.

Der Oscar für den besten Animationsfilm ging an Disneys Encanto", als bester internationaler Film wurde Ryusuke Hamaguchis Drive My Car" ausgezeichnet, als bester Dokumentarfilm Summer of Soul".

Zwei Oscars gingen auch nach Deutschland: Hans Zimmer wurde für die Filmmusik zu "Dune" mit seinem zweiten Oscar nach "Der König der Löwen" ausgezeichnet, Gerd Nefzer gewann zusammen Paul Lambert, Tristan Myles und Brian Connor für die Visual Effects zu "Dune" ebenfalls seinen zweiten Oscar nach Blade Runner 2049".

"Dune" gewann mit sieben Oscars auch die meisten Auszeichnungen. "CODA" war in allen drei Kategorien, in denen er nominiert war, erfolgreich. Der zwölffach nominierte "The Power of the Dog" erhielt lediglich einen Oscar.

Erstmals konnte auch das Kinopublikum in diesem Jahr seinen Favoriten durch eine Abstimmung via Twitter bestimmen. Die Auszeichnung ging an Zack Snyders "Army of the Dead".

Alle Gewinner:innen im Überblick