Kino

ARD: "Bekenntnis zum deutschen Kinofilm"

Die ARD bezeichnet ihren nach dem Film- und Fernsehabkommen vorgesehenen finanziellen Anteil für die FFA als "Bekenntnis zum deutschen Kinofilm" und geht dabei laut eigenen Angaben über die gesetzliche Verpflichtung hinaus.

10.03.2022 09:09 • von Michael Müller
MDR-Intendantin Karola Wille ist auch ARD-Filmintendantin (Bild: MDR/Kirsten Nijhof)

Die ARD betont in einer Mitteilung, dass sie weiterhin die Filmförderungsanstalt (FFA) in "beträchtlichem Umfang" unterstütze und Mittel für Filmfördermaßnahmen und Gemeinschaftsproduktionen sowie Medialeistungen zur Verfügung stelle. Grundlage ist das zwischen FFA, ARD und ZDF geschlossene 13. Film-/Fernsehabkommen. ARD-Filmintendantin Karola Wille sagt: "Dies ist ein Bekenntnis zum deutschen Kinofilm. Wir sind und bleiben auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner der Filmförderung."

Die ARD-Landesrundfunkanstalten werden 2022 und 2023 auch weiterhin der Filmförderungsanstalt 5,5 Millionen Euro an Geldleistungen sowie Medialeistungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellen. Damit gehen sie laut Mitteilung über die gesetzliche Verpflichtung aus dem Filmförderungsgesetz hinaus. Außerdem stelle die ARD jährlich 2,3 Millionen Euro für Gemeinschaftsproduktionen bereit.

Grundlage der Zusammenarbeit zwischen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Filmförderungsanstalt ist das Filmförderungsgesetz. Dieses verpflichtet öffentlich-rechtliche Fernsehveranstalter zur Leistung einer Filmabgabe. Die Einzelheiten der Leistungserbringung regelt das Film-/Fernsehabkommen. Ziel ist es, die Struktur der deutschen Filmwirtschaft zu sichern und den Film als Wirtschafts- und Kulturgut zu stärken. Außerdem geht es darum, die Qualität und Vielfalt des deutschen Filmschaffens zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Der Bundestag hatte im vergangenen Jahr ein neues Filmförderungsgesetz verabschiedet, welches unter anderem in den Bereichen der Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit zukunftsrelevante Weichenstellungen vorsieht. Das neue, zwischen FFA, ARD und ZDF geschlossene Film-/Fernsehabkommen kam mit der Novellierung des Filmförderungsgesetzes zustande und enthält Bestimmungen zu den sich nicht aus dem Gesetz ergebenden Leistungen.