Festival

Berlinale verschärft Corona-Maßnahmen

Als Reaktion auf die weiter steigenden Infektionszahlen werden bei der Berlinale noch etwas strengere Regeln gelten, als bislang vorgesehen.

27.01.2022 12:35 • von Marc Mensch
Die Berlinale geht über die 2G-Plus-Regel hinaus - und führt eine Testpflicht auch für geboosterte Pressevertreter ein (Bild: Daniel Seiffert/Berlinale)

In genau zwei Wochen startet am 10. Februar die diesjährige Berlinale - und das vor dem Hintergrund derzeit noch steigender Inzidenzen, wobei die Hauptstadt mit einem zuletzt vom RKI gemeldeten Sieben-Tages-Wert von 1863,2 an der Spitze aller Bundesländer lag.

Als Reaktion wurden die Corona-Maßnahmen für das Festival noch einmal angepasst. Demnach ist der Zugang zu Pressevorführungen, Pressekonferenzen, Pressezentrum, Presslines, Interviewräumen und weiteren Pressebereichen nur mit einem (innerhalb der letzten 24 Stunden durchgeführten) negativen Antigen-Testnachweis möglich - dies gilt nun ausdrücklich auch für Geboosterte. Bei öffentlichen Veranstaltungen wie Publikumsvorführungen gibt es hingegen keine Testpflicht für Geboosterte bzw. für Genesene mit zwei Impfungen.

Begründet wird die Differenzierung damit, dass Presseakkreditierten eine höhere Bewegungsfrequenz und dadurch mehr Kontakt hätten, kostenlose Testmöglichkeiten für Akkreditierte werden direkt am Potsdamer Platz zur Verfügung gestellt.

Zu den nochmals überarbeiteten Maßnahmen zählen darüber hinaus deutliche Einschränkungen für TV-Kamerateams beim Zugang zu Pressekonferenzen und bei Standplätzen am roten Teppich.

Den Erkenntnissen zur eingeschränkten Wirksamkeit einer Einmalimpfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson folgend, gilt im Rahmen der Berlinale auch in diesem Fall nur eine zweifache Impfung als vollständige Impfung.

Die Entscheidung, die Berlinale trotz aller Herausforderung als Präsenzevent durchzuführen, war unter anderem von der BKM sowie den Kinoverbänden ausdrücklich begrüßt worden.