Festival

Preise der Solothurner Filmtage vergeben

Zum Abschluss der Solothurner Filmtage sind soeben drei Filmpreise verliehen worden.

26.01.2022 18:00 • von Jochen Müller
Der "Prix de Soleure" ist einer der drei Preise, die zum Abschluss der Solothurner Filmtage vergeben wurden (Bild: Solothurner Filmtage)

Mit der Preisverleihung sind heute Abend die 57. Solothurner Filmtage, ein in den Augen der Veranstalter "Festival unter besonderen Umständen mit einem reichhaltigen und qualitativ herausragenden Filmprogramm" zu Ende gegangen. Vergeben wurden insgesamt drei Preise, für die jeweils acht Filme nominiert waren.

Der "Prix de Soleure", dotiert mit 60.000 Schweizer Franken (rund 57.800 Euro), die je zur Hälfte an Regie und ausführende Produktion gehen, erhielt Elene Naveriani für den von der maximage Filmproduktion realisierten Spielfilm "Wet Sand", den die Jury für "die Zärtlichkeit und Selbstverständlichkeit, mit der Tabus angefasst und ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten gebrochen werden" lobte.

Zum zweiten Mal vergeben wurde der "Opera Preis" mit dem die Solothurner Filmtage Erstlingswerke von Schweizer Regisseur*innen und Produzent*innen auszeichnet. Der mit 20.000 Schweizer Franken (rund 19.300 Euro) dotierte Preis ging an den Dokumentarfilm "Pas de deux" von Regisseurin Elie Aufseesser und Produzent Joshua R. Troxler. "Anhand des Porträts dieser erstaunlichen Familie stellt der Film Fragen zur Abstammung, zum Erwachsenwerden, zum Tod, zur Unbeschwertheit und zum Wahnsinn", sagt die Jury über den Film über zwei Brüder, die sich nicht nur geografisch immer weiter voneinander entfernen.

Der ebenfalls mit 20.000 Schweizer Franken (rund 19.300 Euro) dotierte Publikumspreis der Solothurner Filmtage geht an "Presque" von Bernard Campan und Alexandre Jollien.

Weitere Informationen zu den Filmen unter www.solothurnerfilmtage.ch.

Insgesamt wurden bei den Solothurner Filmtagen nach Festivalangaben rund 30.000 Eintritte verzeichnet. "Unser Ziel waren Filmvorführungen im Kino und Diskussionen mit Filmgästen und Publikum vor Ort. Im Zentrum eines Filmfestivals stehen die Erfahrbarkeit der Filme im Kino sowie die Teilhabe am gemeinschaftlichen Filmerlebnis. Die Rahmenbedingungen waren dieses Jahr erschwert, umso erfreulicher war das Interesse am Programm. Es herrschte eine schöne und entspannte Stimmung", zieht die Festivalleitung darin Bilanz.

Im kommenden Jahr finden die Solothurner Filmtage von 18. bis 25. Januar statt.