Kino

Preis der deutschen Filmkritik: Sieben Nominierungen für "Fabian"

Die meisten Nominierungen beim Preis der deutschen Filmkritik hat Dominik Grafs "Fabian" auf sich vereint. Konkurrenz machen dem Film aber "Das Mädchen und die Spinne" und "The Trouble with Being Born".

24.01.2022 12:08 • von Michael Müller
Saskia Rosendahl (l.) und Tom Schilling in "Fabian" (Bild: DCM)

Der Verband der deutschen Filmkritik hat seine Nominierungen für den Jahrgang 2021 bekannt gegeben. Mit sieben Nominierungen führt Dominik Grafs "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" die Gesamtliste des diesjährigen Preises an. Fünf Nominierungen erhielt "Das Mädchen und die Spinne" von Ramon und Silvan Zürcher. Mit vier Nominierungen geht Sandra Wollners "The Trouble with Being Born" ins Rennen.

Für den Hauptpreis als bester Spielfilm sind zudem "Lieber Thomas" von Andreas Kleinert und "Die letzte Stadt" von Heinz Emigholz nominiert. Weitere Nominierungen gingen an Filme von Johannes Naber, Nikias Chryssos und Johannes Maria Schmit. Die insgesamt 32 Nominierungen in den Spielfilm-Kategorien verteilen sich auf 13 Filme.

Der Ehrenpreis der Deutschen Filmkritik geht in diesem Jahr an die enigmatische Filmemacherin Dore O., die damit für ein filmisches Gesamtwerk ausgezeichnet wird, das in den 1960er-Jahren seine Anfänge hat. Der Verband der Deutschen Filmkritik ehrt nach eigenen Angabn eine "avantgardistische Filmkünstlerin, die als Pionierin einer modernen Experimentalfilmkunst, wie es sie in Deutschland vorher nicht gegeben hat, Filmgeschichte geschrieben hat".

Die Verleihung des Ehrenpreises der Deutschen Filmkritik an Dore O. soll später im Jahr als Präsenzveranstaltung in Verbindung mit einer Filmvorführung stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie findet auch in diesem Jahr keine physische Preisverleihung statt, die Gewinner*innen werden stattdessen am 9. Februar per Pressemitteilung bekannt gegeben.

Die Nominierungen im Einzelnen:

BESTER SPIELFILM

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Dominik Graf)

Die letzte Stadt (Heinz Emigholz)

Das Mädchen und die Spinne (Ramon & Silvan Zürcher)

Lieber Thomas (Andreas Kleinert)

The Trouble with Being Born (Sandra Wollner)

BESTES SPIELFILMDEBÜT

Borga (York-Fabian Raabe)

Neubau (Johannes Maria Schmit)

Le Prince (Lisa Bierwirth)

BESTES DREHBUCH

Lisa Bierwirth (Le Prince)

Heinz Emigholz (Die letzte Stadt)

Oliver Keidel & Johannes Naber (Curveball - Wir machen die Wahrheit)

Roderick Warich & Sandra Wollner (The Trouble with Being Born)

Ramon & Silvan Zürcher (Das Mädchen und die Spinne)

BESTE SCHAUSPIELERIN

Katharina Behrens (Glück/Bliss & Räuberhände)

Canan Kir (Die Welt wird eine andere sein)

Henriette Confurius (Das Mädchen und die Spinne)

Saskia Rosendahl (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Ursula Strauss (Le Prince)

BESTER SCHAUSPIELER

Eugene Boateng (Borga)

Sam Louwyck (A Pure Place)

Passi (Le Prince)

Tom Schilling (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Albrecht Schuch (Fabian oder Der Gang vor die Hunde & Lieber Thomas)

BESTER SCHNITT

Hannes Bruun (The Trouble with Being Born)

Ramon Zürcher & Katharina Bhend (Das Mädchen und die Spinne)

Claudia Wolscht (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

BESTE MUSIK

John Gürtler & Jan Miserre (A Pure Place)

Philip Moll (Das Mädchen und die Spinne)

Florian van Volxem & Sven Rossenbach (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

BESTE KAMERA

Johann Feindt (Lieber Thomas)

Timm Kröger (The Trouble with Being Born)

Hanno Lentz (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

BESTER DOKUMENTARFILM

Herr Bachmann und seine Klasse (Maria Speth)

A Black Jesus (Luca Lucchesi)

Kinder der Hoffnung (Yael Reuveny)

Die Unbeugsamen (Torsten Körner)

Zustand und Gelände (Ute Adamczewski)

BESTER KINDERFILM

Die Adern der Welt (Byambasuren Davaa)

Madison - Ungebremste Girlpower (Kim Strobl)

Sommer-Rebellen (Martina Saková)

BESTER KURZFILM

Handbuch (Pavel Mozhar)

Pink Mao (Tang Han)

I Want to Return Return Return (Elsa Rosengren)

BESTER EXPERIMENTALFILM

1:1 (Telemach Wiesinger)

Elle (Luise Donschen)

Renate (Ute Aurand)