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Deutsch-französischer Förderfonds endet mit "Motel"

Mit der finanziellen Unterstützung des Projekts "Motel" von La Belle Affaire Productions und Laïdak Films endet die 2015 ins Leben gerufene Förderinitiative für Serienproduktionen in ihrer bisherigen Form. 2022 steht eine Evaluierung des Programms bevor.

17.01.2022 11:21 • von Frank Heine
In sechs Jahren wurden zwölf deutsch-französische Projekte gefördert (Bild: imago images / imagebroker)

Das Serienprojekt "Motel" von La Belle Affaire Productions mit Sitz in Montpellier und Paris und Laïdak Films mit Sitz in Berlin und Paris wurde von der Kommission des deutsch-französischen Förderprogramms für die Entwicklung fiktionaler Serien für eine Förderung über 50.000 Euro empfohlen. Die Serie spielt Anfang der 1980er Jahre in einem kleinen Hotel an der deutsch-französischen Grenze, das einer modernen Hotelkette weichen soll. In 10 x 26 Minuten wird erzählt, wie der exzentrische Chef, der einst als Magier tätig war, sein deutscher Empfangschef namens Günther und das kleptomanische Zimmermädchen Sybille um den Erhalt ihres skurrilen Refugiums kämpfen. Das Drehbuch stammt von Leslie Menahem und Jana Buchholz, als Produzent*innen sind Flore Cavigneaux, Ivan Zuber und Antoine Liétout verantwortlich.

"Motel" ist das vorerst letzte Projekt das im Rahmen des 2015 ins Leben gerufenen Fonds unterstützt wird. Die Partner vom FilmFernsehFonds Bayern, der Film- und Medienstiftung NRW, der MFG Baden-Württemberg, des Centre national du cinéma et de l'image animée (CNC) sowie der Region Grand Est, haben sich entschlossen, das Programm vor dem Hintergrund der Weiterentwicklungen des Serienmarktes sowie der Fördermöglichkeiten für Serien zu evaluieren. In seiner bisherigen Form wird es nicht fortgesetzt. Die deutschen Partner verweisen in diesem Zusammenhang auf die jeweils eigenen geschaffenen Modelle zur Serienförderung. Es ist aber auch von einer "Neujustierung" des deutsch-französischen Förderfonds die Rede, darüber werde man informieren.

Seit der Gründung des Förderprogramms wurden zwölf Entwicklungen unterstützt, darunter die bereits realisierten Projekte "Die purpurnen Flüsse" von EuropaCorp Télévision und maze pictures, "Eden" von Port au Prince, Atlantique Productions und Lupa Film, "Ein paar Tage Licht" von Eikon Media Köln und Watch Next Media und "Parlament" von Polyphon Pictures und Cinétévé.