Kino

Spidey bringt Cineworld wieder fast an Vor-Corona-Zeiten heran

Die zweitgrößte Kinokette der Welt hat im Dezember fast wieder das Umsatzniveau des Dezember 2019 erreicht. Im gesamten vierten Quartal konnte man einen Überschuss erzielen.

14.01.2022 10:07 • von Jochen Müller
"Spider-Man: No Way Home" hat auch die Zahlen der Cineworld-Group im Dezember beflügelt (Bild: Sony Pictures)

Die Cineworld Group befindet sich weiter auf Erholungskurs. Wie die nach AMC zweitgrößte Kinokette der Welt jetzt mitteilte, habe man im vierten Quartal 2021 aufgrund gestiegener Umsätze und effektivem Kostenmanagement wieder einen Überschuss erzielen können; exakte Zahlen nannte das Unternehmen jedoch nicht.

Deutlich wird der Aufwärtstrend auch, wenn man die aktuellen Zahlen mit denen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 vergleicht. Nachdem Cineworld im Oktober 2021 bereits wieder 90 Prozent des Umsatzniveaus vom Oktober 2019 erreicht hatte, hatte man im November lediglich bei 56 Prozent gelegen gehabt. Vor allem Dank Spider-Man: No Way Home" sei man im Dezember auf 88 Prozent des Umsatzniveaus vom Dezember 2019 gekommen. Dabei habe Cineworld nach eigenen Angaben in seinen US-Kinos sogar 91 Prozent des Umsatzniveaus aus dem Dezember 2019 erzielt gehabt, 89 Prozent waren es in den Kinos in Großbritannien und Irland, 72 Prozent im Rest der Welt, wo die Monate November und Dezember von Beschränkungen infolge der Coronapandemie geprägt gewesen seien.

"Wir freuen uns über eine weiterhin starke Nachfrage des Publikums nach Kino, unterstützt durch eine Staffel von hervorragenden Filmen. Das zeigt uns, dass sich die Fans weiterhin für das einzigartige Kinoerlebnis entscheiden. In all unseren Territorien konnten wir eine Erholung bei den Kinobesucherzahlen feststellen, was uns im vierten Quartal einen positiven Cashflow eingebracht hat", erklärte Cineworld-CEO Moshe Greidinger.

Gleichzeitig bestätigte Cineworld auch, dass man Einspruch gegen die Entscheidung eines Gerichts in Ontario eingelegt habe, in der man zur Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von rund 1,24 Mrd. Kanadischen Dollar (rund 854 Mio. Euro) an den kanadischen Marktführer Cineplex verurteilt worden war, nachdem man dessen Übernahme im Juni 2020 abgesagt hatte.