Kino

HDF empört über Bayerns Pandemiekurs

Der HDF hat die anhaltende Benachteiligung der Kinos im Freistaat "aufs Schärfste" verurteilt und eine umgehende Kurskorrektur gefordert. Zumindest über gewisse Erleichterungen sollen heute Gespräche aufgenommen werden.

12.01.2022 10:04 • von Marc Mensch
Christine Berg (Bild: Mike Auerbach/HDF Kino)

Auch der HDF spricht angesichts der weiter bestehenden "eklatanten Ungleichbehandlung" der Kinobetriebe gegenüber der Gastronomie im Freistaat von einem "Schlag ins Gesicht" - und verurteilt diese "aufs Schärfste". Dies natürlich nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass bereits in mehreren Studien dargelegt worden sei, dass gerade von den Kinos ein besonders geringes Gefahrenpotenzial ausgehe.

Dass in Bayern Kulturbetriebe die (abseits einer kompletten Schließung) weiterhin die bundesweit schärfsten Restriktionen auferlegt werden, während man in der Gastronomie keine Notwendigkeit für ähnlich einschneidende Maßnahmen sieht, mache den Verband und die Betreiber*innen in Bayern geradezu sprachlos, wie die Vorstandsvorsitzende Christine Berg ausführt: "Wir fragen uns, wieso unsere Interessen im Vergleich zu anderen Branchen derartig mit Füßen getreten werden. Hier wurde offensichtlich ganze Lobbyarbeit geleistet! Die Ungleichbehandlung gegenüber den Kinos ist umso haltloser, da bereits in Studien* nachgewiesen wurde, wie vergleichsweise gering das Infektionsrisiko in den Filmtheatern ist", so Berg.

Man erwarte eine umgehende Aufhebung der benachteiligenden Regelungen, denn diese würden eine Abstrafung der Kinos bedeuten, die man nicht länger hinnehmen wolle.

Mögliche Erleichterungen vor allem mit Blick auf die aktuell geltenden Kapazitätsbeschränkungen hatte Staatskanzleichef Florian Herrmann gestern in Aussicht gestellt, für heute hat Digitalministerin Judith Gerlach Vertreter*innen des Kulturbereichs zum Austausch eingeladen.