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DAS WAR 2021 - Eine Branchenumfrage: Christoph Pellander, Abteilungsleiter Redaktion- und Programmmanagement bei der Degeto

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Christoph Pellander, Abteilungsleiter Redaktion- und Programmmanagement bei der Degeto.

27.12.2021 15:05 • von Jochen Müller
Christoph Pellander, Abteilungsleiter Redaktion- und Programmmanagement bei der Degeto (Bild: ARD Degeto/Dieter Schwer)

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Christoph Pellander, Abteilungsleiter Redaktion- und Programmmanagement bei der Degeto.

1. Was waren für Sie die prägenden Ereignisse in diesem Jahr?

2021 begann phänomenal mit unserem TV-Event "Feinde" und 15 Millionen Zuschauer:*nnen, die sich für die Frage nach "Recht oder Gerechtigkeit?" interessiert haben. Am ersten Sonntag des Jahres stellte die komplette ARD einmal mehr ihre Schlagkraft unter Beweis. Unsere Arbeit in der Degeto war in diesem Jahr sehr geprägt von der neuen Aufgabe, Programme für die immer beliebter werdende ARD Mediathek produzieren zu lassen. Prägend für uns als Macher:innen und für die ARD als solche war daher sicherlich auch die Premiere der ersten LGBTQI+ Serie "All you need", die viele Zuschauer:innen dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen nicht zugetraut haben. Wie weit entfernt wir hier aber von einer Normalität sind, haben wir bei den Dreharbeiten zu unserem diesjährigen Weihnachts-Highlight Eldorado KaDeWe" erlebt, in der die Liebesgeschichte zweier Frauen im Mittelpunkt steht. Denn während der Dreharbeiten im Sommer bekam das Produktionsteam die neue homophobe Gesetzgebung in Ungarn selbst zu spüren. In Sachen Diversität und Inklusion gehen wir richtige Schritte, aber am Tempo müssen wir arbeiten.

2. Womit hatten Sie am meisten zu kämpfen?

Mit der eigenen Ungeduld, unsere Kreativen und meine Kolleg:innen endlich wieder von Angesicht zu Angesicht treffen zu können; mit der Sorge, ob mehr als 100 Film- und Serienproduktionen in diesem Jahr trotz der enormen Kraftanstrengung unserer Partner:innen auf Produktionsseite heil "nach Hause" kommen; mit Rührung, wenn Zuschauer:innen nach der Ausstrahlung unseres historischen Events zu 60 Jahre Mauerbau "3 1/2 Stunden" ihre Betroffenheit über die Schicksale der Menschen im letzten Zug in den später geschlossenen Osten schilderten, weil unsere Geschichte ihre eigene Geschichte kreuzte; und offen gestanden mit Verzicht in jederlei Hinsicht.

3. Was waren Ihre persönlichen größten Erfolge?

Dazu gehört sicherlich der Erfolg unseres wunderbaren Films Für immer Sommer 90", den wir gemeinsam mit Jan Georg Schütte, Lars Jessen, Charly Hübner und dem tollen Team während der Pandemie in knapp 10 Tagen hergestellt haben und der nicht nur viele Zuschauer:innen bewegte, sondern auch noch mit dem Grimme- und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Ein echtes Geschenk! Die Toten von Marnow" endlich auf dem Bildschirm zu sehen, hat mich nach einer so intensiven Arbeit entlang dieser Serie sehr berührt und ein paar Siege im Sulky beim Pferderennen sprangen glücklicherweise auch noch heraus.

4. Wie schätzen Sie 2022 ein?

Durch unsere Serienoffensive - vier neue Serien werden gerade im aktuellen Programm ausgestrahlt - zieht Das Erste und vor allem die ARD Mediathek bei den Kreativen neue, frische Aufmerksamkeit auf sich, was sich in modernen und lebensnahen Ideen spiegelt, die wir im kommenden Jahr angehen werden. Das macht uns nicht nur großen Spaß, wir sind auch überzeugt, so jüngere Zuschauer:innen für die ARD gewinnen und begeistern zu können. Unsere Erfolge auf den linearen Sendeplätzen gilt es in 2022 parallel weiter auszubauen, auf manchen stehen wir in der Prime Time besser da denn je. Schon 2021 zeigte, wie sehr die ARD Degeto auf die enge Partnerschaft zur Produktionslandschaft bauen konnte. Dazu gehört ein offener, ehrlicher und verbindlicher Austausch. Nie war eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtiger als während der Pandemie, das haben uns die letzten zwei Jahre gezeigt. Es steht zu befürchten, dass Corona auch den Jahresrückblick 2022 bestimmen wird. Dabei werden uns Debatten um Impfpflicht am Set, Etatrealismus und Einsparungen aufgrund von Corona-Mehrkosten nicht erspart bleiben.

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