Produktion

MDM fördert neue Regiearbeit von Emily Atef

Die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) fördert in ihrer letzten Sitzung des Jahres die Projekte der Regisseurinnen Emily Atef, Olga Chajda und Lucia Chiarla. Atef adaptiert gemeinsam Daniela Krien deren in Thüringen spielende Liebesgeschichte "Irgendwann werden wir uns alles erzählen".

09.12.2021 15:13 • von Heike Angermaier
Emily Atef (Bild: Peter Hartwig)

Die Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) fördert aktuell die Projekte der Regisseurinnen Emily Atef, Lucia Chiarla und Olga Chajdas.

Atef und Daniela Krien adaptierten gemeinsam Kriens Roman Irgendwann werden wir uns alles erzählen" und wurden dafür 2018 von FFA unterstützt. Die archaische, tragische Liebesgeschichte zwischen einer 17-Jährigen und einem 40-Jährigen im ersten Sommer nach der Wende auf dem Land in Thüringen wird von Rohfilm Factory produziert. MDM unterstützt die Produktion mit 700.000 Euro, der höchsten Summe in der letzten Runde des Jahres.

Chajdas arbeitet mit der auf dokumentarische Formate spezialisierten Looks an der Doku-Serie mit Fiction-Elementen, "Die Spaltung der Welt", in der u.a. der deutsche Raketenwissenschaftler Wernher von Braun, der sowjetische Ministerpräsident Nikita Chruschtschow und die an der Entwicklung der Atombombe beteiligte US-amerikanische Kernphysikerin Joan Hinton auftreten. Die Drehbücher schrieben Jan Peter und Jasmin Wind. MDM förderte mit 400.000 Euro.

MDM unterstützte außerdem erneut Lucia Chiarlas mit Ostlicht entwickeltes Projekt Luis". Chiarla gab ihr Regiedebüt mit "Reise nach Jerusalem". Die Weimarer Firma wurde außerdem bei der Produktion des historischen Dramas über die Malerin und Autorin Leonora Carrington, Leonora im Morgenlicht", das Lena Vurma und Thor Klein mit Dragonfly Films vorantreiben, und bei Guido Schwabs neuem Stoff, dem Drama "Unser Haus" , berücksichtigt (mit 50.000 bzw. 250.000 bzw. 30.000 Euro).

Ein ungewöhnliches Projekt fördern die Leipziger außerdem mit Joshua Oppenheimers erster Spielfilmarbeit, dem Endzeit-Musical "The End" mit Tilda Swinton, das The Match Factory von deutscher Seite vorantreibt. Der für seine Doku The Act of Killing" Oscar-nominierte Oppenheimer schrieb das Drehbuch mit Rasmus Heisterberg. MDM engagiert sich mit 300.000 Euro.

Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von 2.705.700 Euro für 20 Projekte vergeben.

Die komplette Förderliste.