Produktion

DAS WAR 2021 - Eine Branchenumfrage: Philipp Kreuzer, Maze Pictures

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Festival-, Fernseh- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Philipp Kreuzer, Geschäftsführer von Maze Pictures und Aufsichtsratsvorsitzender von German Films.

17.12.2021 12:11 • von Heike Angermaier
Philipp Kreuzer, Maze Pictures (Bild: Maze Pictures)

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Festival-, Fernseh- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Philipp Kreuzer, Geschäftsführer von Maze Pictures und Aufsichtsratsvorsitzender von German Films.

1. Was waren für Sie die prägenden Ereignisse in diesem Jahr?

Persönlich, der Fall von Kabul und die Machtlosigkeit, mit der wir dem Rückfall in archaische Zustände zusehen mussten und dies auch weiter tun. Beruflich war es der erste Besuch einer Virtual Production Stage. Da wurde mir klar, wie sehr sich gerade nicht nur die Verwertung verändert, sondern auch die Art und Weise wie wir Filme herstellen. Spannende Zeiten, Herausforderungen und Gelegenheiten für uns alle, die Filme machen und Inhalte entwickeln.

2. Womit hatten Sie am meisten zu kämpfen?

Wie für alle sind Dreharbeiten in Corona-Zeiten eine Herausforderung, nicht nur in der Umsetzung sondern auch in der Vorbereitung. Wir haben zwar im Gegensatz zu anderen Branchen das Glück, überhaupt arbeiten zu dürfen, und einen Ausfallfonds, für den ich mich nur jeden Tag nochmal beim BKM bedanken könnte. Dennoch ist jeder Dreh ein Risiko und geplante Produktionen wurden verschoben. Nichtsdestotrotz konnten wir Felicitas Korns "Partynation" endlich fertig drehen und digitalen Content produzieren. Derzeit drehen wir noch einen weiteren Film im Ausland, wo es keinen Ausfallfonds gibt. Es wird generell immer schwieriger, Kinofilme zu finanzieren. Aufgrund des für unsere Branche guten Serien-Booms ist auch der Fachkräftemangel für uns ein großes Problem. Vor allem muss viel länger im Voraus geplant werden, was in Corona-Zeiten besonders schwierig ist.

3. Was waren Ihre persönlichen größten Erfolge?

Der Regiepreis in Locarno für unseren im Lockdown in Rom mit Ethan Hawke gedrehten Film Zeros and Ones" von Abel Ferrara, die erfolgreiche Auswertung der Vampir-Serie "" in der ARD und bei Disney und die schönen Quoten der dritten Staffel von "Die purpurnen Flüsse" jüngst im ZDF.

4. Wie schätzen Sie 2022 ein?

2022 wird hoffentlich das Jahr sein, in dem wir die Pandemie endlich überwinden und neben allen anderen Dingen wieder unbeschwert leben und arbeiten, vor allem viel ins Kino gehen können. Die Nachfrage nach Content ist ungebrochen stark und als Produzent freue ich mich auf neue Serien, digitalen Content und Filme, die wir mit unserer Maze sowie der Schwester Red Balloon Film realisieren werden. 2022 wird sicher noch diverser in vielerlei Hinsicht, nicht nur inhaltlich. Mit der Ampel wird auch in die Filmpolitik Bewegung kommen, hier gilt es auf die massiven Veränderung im Markt politisch zu reagieren. Da gibt es viel zu tun, die Themen liegen auf dem Tisch und stehen im Koalitionsvertrag. Persönlich freue ich mich über die neue Aufgabe bei German Films als Aufsichtsratsvorsitzender und hoffe hier meinen Beitrag leisten zu können, damit in der Fülle von Content der deutsche Film, die deutschen Filmschaffenden und die Filmwirtschaft im Ausland noch besser wahrgenommen werden.

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