Kino

"Borga" gewinnt Baden-Württembergischen Filmpreis

Im Rahmen der 27. Filmschau Baden-Württemberg sind soeben die Baden-Württembergischen Filmpreise vergeben worden.

08.12.2021 17:00 • von Jochen Müller
Gewinner des Baden-Württembergischen Filmpreises: "Borga" (Bild: Across Nations (24 Bilder))

York-Fabian Raabes von der MFG gefördertes Langfilmdebüt Borga" ist soeben im Rahmen der 27. Filmschau Baden-Württemberg mit dem mit 2.000 Euro dotierten Baden-Württembergischen Filmpreis als bester Spielfilm ausgezeichnet worden.

"York-Fabian Raabes Spielfilmdebüt 'Borga' erzählt ungeschminkt und unmittelbar von den Rückschlägen beim Versuch des Empowerments. Die Hauptfigur Kojo will unbedingt ein 'Borga' werden, einer, der Ghana verlässt und es in der Welt zu etwas bringt. Das alles hat rein gar nichts mit einem inspirierenden 'From rags to Riches'-Märchen zu tun, sondern mit einem schmerzhaften und schonungslosen Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, gegen Rassismus und Vorurteile. Das gesamte Ensemble, angeführt von einem kraftvollen, überragenden Eugene Boateng in der Rolle des Kojo, entfesselt eine schauspielerische Wucht und spielt die Geschichte zwischen Ghana und Mannheim gleichzeitig leicht, lebendig und herzzerreißend nah", sagt die Jury über das Drama, das zu Beginn des Jahres beim Filmfestival Max Ophüls Preis mit dem Hauptpreis ausgezeichnet worden war.

Der Baden-Württembergische Filmpreis für den besten Kurzfilm, ebenfalls mit 2.000 Euro dotiert, ging "A dark Moment of Faith" von Zornitsa Dimitrova, Studentin für Werbefilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Mit Marius Brüning und Johannes Preuss erhielten zwei Absolventen der Filmakademie für "Mein fremdes Land" den Baden-Württembergischen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm (dotiert mit 2.000 Euro). Als bester Animationsfilm wurde "Obervogelgesang" der Filmakademie-Studierenden Ferdinand Ehrhardt und Elias Weinberger ausgezeichnet, der Werbefilmpreis ging an Maximilian Buck für "100 Years Theben"; auch die beiden letztgenannten Auszeichnungen sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Bereits zuvor festgestanden hatte der Stummfilmmusiker Günter A. Buchwald als Träger des Ehrenpreises.

Ebenfalls im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg, die gleich nach der Eröffnung vor Ort mit Mika Kaurismäkis Eine Nacht in Helsinki" am 1. Dezember Corona-bedingt digital fortgesetzt wurde wurden die Jugendfilmpreise vergeben. Nick Lörchers "Die unendliche Nähe der Sterne" wurde als bester Film, Camillo Guthmann für seine Rolle in Ignatios Manolopoulos' "Lieber Dimi" für die beste schauspielerische Leistung, Silas Degen für "Findelleiche" für das beste Drehbuch und Yolanda Hahns "Die Spurensuche" als der beste dokumentarische Film ausgezeichnet.

Weitere Informationen unter www.filmschaubw.de und www.jugendfilmpreis.de.