Kino

DAS WAR 2021 - Eine Branchenumfrage: Juliane de Boer, Geschäftsführerin Filmpalast-Gruppe

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Juliane de Boer, Geschäftsführerin der Filmpalast-Gruppe.

10.12.2021 13:46 • von Marc Mensch
Juliane de Boer (Bild: Inka Englisch)

Was waren die Ereignisse, die Ihr 2021 geprägt haben? Blickpunkt:Film hört sich um und befragt Mitglieder der Kino-, Fernseh-, Festival- und Videobranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren, welche Erfolge sie feiern konnten. Hier berichtet Juliane de Boer, Geschäftsführerin der Filmpalast-Gruppe.

"Kollektiv die Ärmel hochgekrempelt"

1. Was waren für Sie die prägenden Ereignisse in diesem Jahr?

Unsere Wiedereröffnungsphase war für mich total bewegend. Der besondere Spirit in unserem Team, alle Häuser wieder aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken, war wirklich toll. Natürlich haben wir uns Sorgen gemacht - wir hatten Angst vor ausbleibenden Gästen, Warenbeschaffung, Personalknappheit und mangelnden Filmen. Aber alles hat prima funktioniert, die ganze Branche hat kollektiv die Ärmel hochgekrempelt und zusammengehalten. Das war definitiv einer der schönsten Momente. Auch dass wir im Oktober trotz so langer Schließung und anhaltend strengen Regulationen das erste mal wieder an Erfolge vor der Pandemie anknüpfen konnten, war ein Lichtblick.

2. Womit hatten Sie am meisten zu kämpfen?

Sehr traurig war dann hingegen die erneute Schließungsanordnung unserer Häuser in Sachsen, der letzte Spielsonntag war tränenreich bei unseren Teams und den Gästen, auch wenn es "nur" ein "Auf Wiedersehen" ist und wir ganz sicher auch dieses Mal wieder gestärkt aufstehen werden!

3. Was waren Ihre persönlichen größten Erfolge?

Der Umgang unseres Teams mit den positiven und auch negativen Ereignisse sowie den schwierigen Herausforderungen dieser Zeit macht mich sehr stolz. Dies ist wohl auch gleich unser persönlich größter Erfolg, den wir aber maßgeblich unserer gesamten Filmpalast-Gruppe zu verdanken habe - er füllt mein Jahr 2021 mit sehr viel Dankbarkeit und Demut. Natürlich waren daneben auch die ersten Messen in Köln und Barcelona sowie der dort überreichte Preis für Kassel tolle Ereignisse und Erfolge.

4. Wie schätzen Sie 2022 ein?

Nachdem wir eine erste positive Entwicklung nach Wiedereröffnung im Oktober sehen konnten, bin ich nach wie vor fest überzeugt von Kino. Es ist ein Ort, der uns Sicherheit schenkt und besonders unserer Seele gut tut und ihr all das gibt, was der Rest der Welt gerade nicht zu bieten hat. Wir sind zwar in vielerlei Hinsicht nicht "systemrelevant" - wir retten keine Leben, aber wir machen es bunter und ich glaube an uns und das Jahr 2022! Sobald wir wieder ganzheitlich öffnen dürfen, die Impfquote steigt und sich die Infektionszahlen beruhigt haben, werden wir auch wieder auf Besucherzahlen wie vor der Pandemie kommen.

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