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Gegenwind für WarnerMedia/Discovery-Fusion

Mehr als 30 demokratische Kongressmitglieder haben ein Schreiben an das Justizministerium gerichtet, in dem sie eine genauere Prüfung des geplanten Verkaufs einer Minderheitsbeteiligung von AT&T an Discovery fordern, der zum Ziel hat, Discovery und WarnerMedia zu verschmelzen.

07.12.2021 10:28 • von Jörg Rumbucher
Sieht die Fusion von WarnerMedia und Discovery nicht gefährdet: John Stankey (Bild: AT&T)

Mehr als 30 demokratische Kongressmitglieder haben ein gemeinsames Schreiben an das Justizministerium gerichtet, in dem sie eine genauere Prüfung des geplanten Verkaufs einer Minderheitsbeteiligung von AT&T an Discovery im Wert von 43 Mrd. Dollar fordern. Im Rahmen des Verkaufs würde Discovery die operative Kontrolle über das Medienunternehmen WarnerMedia (u.a. Warner Bros. Pictures, HBO und Turner) übernehmen.

Der Abgeordneten schickten den Brief an Generalstaatsanwalt Merrick Garland und den stellvertretenden Generalstaatsanwalt Jonathan Kanter, in dem sie das Justizministerium auffordern, mögliche Verstöße gegen das Kartellrecht zu untersuchen. Darüber hinaus fordern sie Garland auf, zu untersuchen, ob der geplante Zusammenschluss die Vielfalt der Inhalte in einem stärker konsolidierten und weniger wettbewerbsorientierten Markt verringern werde.

Senatorin Elizabeth Warren erklärte beispielsweise: "Wir müssen schädliche Fusionen stoppen und das Justizministerium sollte diese geplante Fusion gründlich untersuchen, um sicherzustellen, dass diverse Inhalte und Arbeitnehmer geschützt werden." Vor allem das Thema Diversität und die Anerkennung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen ist den Unterzeichnern ein wichtiges Anliegen. "Ich bin zutiefst besorgt, dass die geplante Fusion zwischen Discovery und WarnerMedia zu einer konzentrierten Ausgrenzung führen wird, die Verbrauchern und Arbeitnehmern schadet - insbesondere Latinos, die bereits jetzt die am stärksten unterrepräsentierte Gruppe sind", so der Kongressabgeordnete Joaquin Castro.

AT&T-CEO John Stankey erklärte zwischenzeitlich auf einer virtuellen Konferenz, dass "er ein gutes Gefühl" habe mit Blick auf die Fakten, die den Regulierungsbehörden bisher auf den Tisch gelegt worden seien. Die Daten würden "eindeutig darauf hinweisen, dass es nichts Ungewöhnliches an dieser Transaktion gibt", so Stankey. Weiterhin erklärte der AT&T-Manager, dass die Frage der Vertretung von Minderheiten bei Medienfusionen in der Vergangenheit eine Rolle gespielt haben mag, heute jedoch nicht mehr.